SCHWEINFURT

Vierter Winter, der keiner war

Oft musste der Winterdienst der Stadt Schweinfurt im Winter 2016/2017 nicht ausrücken. Foto: ArchivLaszlo Ruppert

Endlich ist es Sommer und höchste Zeit für den Winterdienstbericht 2016/2017. Der Leiter des Servicebetriebs Bau und Stadtgrün präsentierte dem städtischen Bau- und Umweltausschuss die Zahlen des „vierten Winters in Folge, der keiner war“, wie es Axel Meffert formulierte. Es musste weniger geräumt, weniger Streusalz eingesetzt werden, womit auch die Gesamtkosten mit knapp unter 300 000 Euro im Trend der letzten Jahre liegen.

Im Vergleich zu den harten Wintern 2012 auf 2013 und vor allem 2010 auf 2011 war der letzte Winter geradezu billig: Vor sieben Jahren kostete der Winterdienst die Stadt 800 000 Euro, vor vier Jahren 600 000 Euro.

Zur Verfügung hat der Bauhof vier Lkw als Räum- und Streufahrzeuge, einen Unimog zur Räumung der Seitenstraße sowie für die Rad- und Gehwege neun Schmalspurfahrzeuge und drei Traktoren. Ebenfalls auf Geh- und Radwegen kommen, wenn nötig, zehn handgeführte Kleingeräte und 26 Streuwägelchen zum Einsatz. Im Fall eines Schneeüberfalls sind rund 100 Mitarbeiter im Handräumdienst aktiv.

Die Salzfahrzeuge werden im Fall des Falles zunächst auf den Hauptstrecken eingesetzt. Diese Stufe 1 umfasst 132 Kilometer. Zur Stufe 2 gehören 76, zur Stufe drei, also kleinste Nebenstraßen, 24 Kilometer. Insgesamt ist die Winterdienststrecke an einem eisigen Schneetag 371 Kilometer lang, wenn nötig muss sie auch zwei- oder dreimal bewältigt werden.

Im zurückliegenden Winter herrschte 2016 aber praktisch Einsatz-Ebbe. Im Januar 2017 kam es an 19 Tagen zu Lkw- und an elf Tagen zu Handräum-Einsätzen. Der letzte Winterdienst-Tag war der 11. Februar, ein Samstag.

Beim Blick zurück bis 2007 fällt auf: Immer im Januar sind die Räumdienstkräfte am meisten gefordert. Nur im Winter 2010 auf 2011 war der Dezember ein Stressmonat. Im letzten Jahr war der Einsatz von nicht einmal 400 Tonnen Streusalz nötig, 2009/2010 und 201/2011 war es jeweils mehr als doppelt so viel. Den niedrigsten Streusalzeinsatz gab es 2013/2014 mit unter 200 Tonnen.

Dementsprechend milden Winter mussten für Streusalz letztes Jahr lediglich 35 000 Euro ausgegeben werden und insgesamt eben nicht einmal 300 000 Euro. Die Lohnkosten waren dabei mit 69 Prozent der dickste Brocken, der Anteil der Fahrzeuge und Geräte liegt bei 17, der fürs Salz bei neun Prozent der Kosten.

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