GEROLZHOFEN

Vizl: „Nachbohren baute Druck auf die CSU auf“

Bürgermeisterkandidat Thomas Vizl (geo-net) hat es „seit langem erhofft und erwartet“ und nun ist es eingetreten: Kurz vor der Bürgermeisterwahl in Gerolzhofen teilt Innenstaatssekretär Gerhard Eck (CSU) mit, dass die Sanierung des Geomaris mit „wesentlich mehr als 50 Prozent“ gefördert werden wird. „Die Nachricht wird dann – wen wundert es – durch den CSU-Bürgermeisterkandidaten bei der Podiumsdiskussion der Öffentlichkeit überbracht. Wahlkampf mit öffentlichen Steuergeldern?“, fragt Vizl in einer Presseerklärung.

Ihm sei es in seiner Stadtrats- und Öffentlichkeitsarbeit schon immer hauptsächlich darum gegangen, eine bessere Förderung der Geomaris-Sanierung durch die Staatsregierung zu erreichen, schreibt Vizl weiter.

Sein Hauptargument: Für ein Nachhaltigkeitszentrum in Handthal, das jährlich vielleicht von 10 000 Menschen besucht werde, gebe die CSU/FDP-Staatsregierung drei Millionen Euro aus. Für die wichtigste Familien- und Schulsporteinrichtung des nördlichen Steigerwaldes mit jährlich bis zu 350 000 Besuchern sollten bisher nur 2,2 Millionen (bisherige Förderzusage) zur Verfügung gestellt werden.

Die von privater Seite durchgeführte Unterschriftensammlung mit mehr als 5000 Unterschriften, die von ihm, Vizl, initiierte Resolution der Gemeinden und die weiteren Schreiben, Gespräche, Pressemitteilungen hätten Druck auf die CSU-Abgeordneten und Regierungsmitglieder über Gerolzhofen hinaus aufgebaut, ist Vizl überzeugt. Diese Aktionen zahlen sich nun für das Geomaris und die Stadt Gerolzhofen aus, meint er.

Noch am 18. Juni sei im Stadtrat festgestellt worden, dass es keine weiteren Zuschüsse von staatlicher Seite gebe. Im Juli teilte ein CSU-Abgeordneter Vizl mit, dass sein ständiges Nachbohren zu keinem Ergebnis führen würde, es könnten keine weiteren Zuschüsse geben, schon gar nicht in der jetzt benannten prozentualen Höhe. „Lediglich Staatssekretärin Melanie Huml machte mir im Gespräch etwas Hoffnung und verwies auf das Beispiel Bamberg“, räumt Vizl ein.

„Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Entwicklung, obwohl ein wichtiges und berechtigtes Anliegen zum Wahlkampfmanöver missbraucht wird“, so Vizl abschließend in seiner Stellungnahme.

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