Gerolzhofen

Vizl zu Eck: Lassen Sie uns für unsere Region gemeinsam arbeiten

Nach dem Landtagsabgeordneten Paul Knoblach hat nun auch der Gerolzhöfer Stadtrat und Kreisrat der Grünen, Thomas Vizl, auf den offenen Brief von Staatssekretär Gerhard Eck geantwortet. Vizl stimmt in seinem Schreiben Eck zu, wenn dieser eine „Verrohung der Umgangsformen und der Sprache“ feststelle. Doch Eck selbst sei es gewesen, der in der Kreistagssitzung am 12. Dezember 2014 Unterstützer einer Nationalparkidee als „eingeflogene Ideologen“ bezeichnet habe. "Sie selbst bedienen sich wiederholt der Polemik (laut Duden ein scharfer, oft persönlicher Angriff ohne sachliche Argumente) und sollten sich jetzt nicht darüber beklagen, wenn von anderer Seite scharf zurückgegeben wird."

Nach dem Landtagsabgeordneten Paul Knoblach hat nun auch der Gerolzhöfer Stadtrat und Kreisrat der Grünen, Thomas Vizl, auf den offenen Brief von Staatssekretär Gerhard Eck geantwortet. Vizl stimmt in seinem Schreiben Eck zu, wenn dieser eine „Verrohung der Umgangsformen und der Sprache“ feststelle. Doch Eck selbst sei es gewesen, der in der Kreistagssitzung am 12. Dezember 2014 Unterstützer einer Nationalparkidee als „eingeflogene Ideologen“ bezeichnet habe. "Sie selbst bedienen sich wiederholt der Polemik (laut Duden ein scharfer, oft persönlicher Angriff ohne sachliche Argumente) und sollten sich jetzt nicht darüber beklagen, wenn von anderer Seite scharf zurückgegeben wird."

Sowohl beim Thema Nationalpark Steigerwald, wie auch bei der Diskussion über die Steigerwaldbahn habe Vizl mehrfach versucht, mit Eck eine Entschärfung des Streits herbeizuführen, sowohl im persönlichen Gespräch als auch in mehreren Schreiben, das letzte erst von Ende Oktober. Auch im Kreistag habe Vizl versucht, eine Brücke zu bauen. "Warum gehen Sie nicht darauf ein und wir setzen uns gemeinsam für die Infrastruktur in der Region zwischen Main und Steigerwald ein?", fragt Vizl den Staatssekretär. "So verfestigt sich bei mir der Eindruck, dass die Staatsregierung, der Sie angehören, kein Interesse an einer Reaktivierung der Steigerwaldbahn und der Nutzung der rund 50 Kilometer langen Infrastruktur hat, obwohl im Koalitionsvertrag die Reaktivierung von Bahnstrecken enthalten ist." 

"Staatliches Vermögen verschleudert"

Auch der Verkauf der Strecke werfe Fragen auf: Der Kaufpreis für die Trasse, der wohl bei rund einer Million Euro liegen dürfte, sei somit extrem günstig. Verkaufe der neue Eigentümer das Grundstück in Teilstücken und erlöse auch noch Geld aus dem Abbau der Gleise, so werde der Ertrag möglicherweise wesentlich über dem Kaufpreis liegen. Immerhin habe das ehemalige Bahngrundstück eine Fläche von 576.665 Quadratmetern. "Multipliziert man diese Fläche mit einem niedrigen Preis von drei Euro pro Quadratmeter, so kommt man bereits auf rund 1,7 Millionen Euro", rechnet Vizl vor. Hinzu komme noch der Erlös aus dem Verkauf der Stahlgleise. "Warum wird staatliches Vermögen - die DB ist immer noch ein Staatsbetrieb - so verschleudert und wer hat dies zu verantworten?"

Appell für Zusammenarbeit

Am Ende seines Briefes schlägt Thomas Vizl versöhnliche Töne gegenüber Eck an: "Bei allem Streit geht es mir hier um die Sache. Um eine 50 Kilometer lange Infrastruktur, die wir nicht so einfach aufgeben dürfen. Lassen Sie uns die Gemeinsamkeiten suchen und – unabhängig von den anstehenden Wahlterminen – für unsere Region gemeinsam arbeiten."

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