EUERBACH

Vom Leitbild bis zum Unmut über den Straßenbau

Leitbild, Straßenbau, Innenentwicklung, SuedLink oder Windkraft: Die Liste der Schlagworte war lang, die Bürgermeister Arthur Arnold für seinen Jahresrückblick in der letzten Gemeinderatssitzung in diesem Jahr nutzte. Die Fülle zeigte, so Arnold, wie arbeitsintensiv die vergangenen zwölf Monate waren und dass die Ergebnisse sich sehen lassen können.

Dem verstorbenen Altbürgermeister Willy Zirkel widmete der Gemeinderat eingangs ein Gedenken. Dann brachte Arnold eine ganze Reihe von Ereignissen und Maßnahmen in Erinnerung. Ein weiterentwickeltes Gemeindeleitbild, eine Infobroschüre über Jugendangebote, Image-Film oder digitales Rathaus-Serviceportal lauteten einige der Ergebnisse, die der Gemeinderat auf den Weg gebracht hatte. Zum 1. Januar wird auch der Gemeindebauhof vollständig in der ehemaligen Reiterhalle sein Domizil haben, erläuterte Arnold.

Die Suche nach der SuedLink-Stromtrasse habe auch die Gemeinde beschäftigt, ebenso wie die Energiewende. Das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld wurde abgeschaltet, bei Obbach wurden fünf Windkraftanlagen errichtet. Arnold gab bekannt, dass der Gemeinderat sich entschieden habe, einige wenige Anteile bei der Gesellschaft ÜZ plus zu zeichnen.

Beim Schwerpunktthema Innenentwicklung gab es zahlreiche hochkarätige Informationsbesuche, vor allem in Obbach mit seiner Bauhütte und Dorferneuerung. Arnold selbst sitzt in der Jury des Bundeswettbewerbs „Das kernige Dorf“. „Unsere Erfahrung ist deutschlandweit gefragt,“ sagte er.

Steigende Kinderzahlen in diesem Jahr seien überaus erfreulich, würden jedoch die Kindergärten vor Probleme stellen, da es dort zu Engpässen komme, je nach Gemeindeteil unterschiedlich.

Die Finanzen bezeichnete Arnold als solide. Bei der Gewerbesteuer sei die Kämmerei von 335 000 Euro ausgegangen, es dürften aber 100 000 Euro mehr werden. Die Kreditaufnahme, die vor allem der Sanierung der Grundschule geschuldet ist, habe man äußerst günstig erledigen können: Knapp zwei Millionen Euro habe man für weniger als ein Prozent Zinsen aufnehmen können.

Friedensdenkmal errichtet

In Euerbach wurde das Friedensmahnmal errichtet, der Arbeitskreis „Unser Dorf hat Zukunft“ bespricht anstehende Themen. Die Erschließung des erweiterten Gewerbegebietes schreitet voran. Die Anbindung an die B 303 über Linksabbiegespur oder Kreisel wird derzeit bei der Regierung von Unterfranken begutachtet.

In Obbach sind der Verein „Unser Obbach“ sowie die Dorferneuerung aktiv. Dort beschäftigt vor allem der Ausbau der Ortsdurchfahrt, der Staatsstraße 2290, Rathaus und Gemüter. Sperrungen und Behinderungen kennzeichneten das ablaufende Jahr. „Aber man kann ja nicht in der Luft bauen“, so Arnold. Er warb um Verständnis und kündigte an, dass der Asphaltierungstermin anstehe und noch vor Weihnachten der Verkehr wieder durchs Dorf laufen könne.

In Sömmersdorf läuft die Planung für die Überdachung am Passionsspielgelände. Klarheit über die Finanzierung werde man voraussichtlich im Juni 2016 bekommen, meinte Arnold.

Trotz etlicher Diskussionen und unterschiedlicher Einstellungen habe der Gemeinderat immer gut und sachlich zusammengearbeitet, dankte Arnold dem Gremium. Sein Dank galt auch der Verwaltung und vor allem den Bürgern, die Verantwortung übernehmen. „So funktioniert unsere Gesellschaft, ehrenamtlich, unentgeltlich“.

Lebendige Ortschaften

Für die Fraktion CSU/Freie Wählergemeinschaft zeigte sich Vorsitzende Simone Seufert zufrieden mit der Arbeit des Jahres und sprach ihren Dank an Bürgermeister, Gemeinderat und Ehrenamtler aus, die für „lebendige Ortschaften“ sorgen. Das ergänzte für die SPD-Fraktion Bernd Schraut um eine Geschichte der Flucht vor 2000 Jahren, die in der heutigen Parallele jeden Einzelnen zum Handeln auffordere.

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