Hausen

Vom Steinbruch zum artenreichen Biotop

Unberührte Natur erlebten die Teilnehmer der Bezirkswanderungen der Naturfreunde im aufgelassenen Steinbruch Hausen. Foto: Roland Frühwacht

"Auch der Uhu wurde dort schon gesichtet", berichtete Thomas Helmschrott den rund 90 Teilnehmern der Bezirkswanderung der Naturfreunde auf dem Gelände des ehemaligen Steinbruchs im Ottenhäuser Grund. Der Forsttechniker stellte den Wandel des Areals zu einer naturnahen Landschaft nach seiner Auflassung um die Jahrtausendwende vor. Er verwies auf Pflanzenarten wie den Huflattich, der sich auf dem Kalktrockenrasen angesiedelt hat. Zuerst jedoch mussten hier in mühsamer Arbeit die weit verbreiteten Neophyten wie die Goldrute entfernt werden. Es werde erhofft, dass sich später heimische Orchideenarten hier ansiedeln werden.

Erfreulich sei, dass in der Fauna im Randbereich des etwa 40 Meter tiefen Sees bereits seltene Insekten- und Amphibienarten wie die Libelle "Blaue Jungfer",oder Teichmolche heimisch geworden sind. In den Felsklüften der bis zu 70 Meter hohen Steilwände fühlen sich Kreuzotter und Blindschleiche wohl. Vögel, darunter auch der seltene Flußregenpfeifer, bauen hier ihre Nester. Regelmäßiges Mähen der freien Flächen verhindert eine Verbuschung der gesamten Fläche, so Thomas Helmschrott.

Ein weiterer Haltepunkt auf der Wanderung vom Vereinsheim des FC Marktsteinach in der Flurlage Schwarzland bis Hausen war der Hochwasserdamm. Er wurde im Ottenhäuser Grund als Schutz vor großen Wasserfluten bei Starkregenereignissen im Zuge der 1994 fertiggestellten Hochwasserfreilegung des Dorfes errichtet.

Wanderführer Gerd Barthelmes ermöglichte den Wanderern auf dem Rückweg über den "Hausener Berg" herrliche Ausblicken auf das Hesselbacher Waldland und die Mainauen bis nach Schweinfurt.

In den Steilwänden fühlen sich Kreuzotter und Blindschleiche wohl. Foto: Roland Frühwacht

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