ÜCHTELHAUSEN

Vom Sudetenland nach Franken

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„Wir hatten Glück, wir sind nach Westdeutschland gekommen“ stellt Hans Bönsch rückblickend auf Kriegswirren und Vertreibung fest. Am Sonntag, 8. September, begeht der rüstige Rentner seinen 85. Geburtstag.

Geboren wurde er in Oberkleinaupa, Kreis Trautenau, Riesengebirge Sudentenland. Zusammen mit sechs Geschwistern wuchs er in einer Arbeiterfamilie auf und half schon als Dreizehnjähriger mit bei Zimmerarbeiten, die sein Vater im Auftrag einer Firma ausführte.

Jedoch konnte Hans Bönsch aufgrund des zweiten Weltkrieges erst 1947 in Würzburg die Gesellenprüfung als Zimmermann ablegen.

1944 wurde er zum Militärdienst eingezogen. Zunächst in Breslau stationiert, wurde seine Einheit im März 1945 kurz vor Kriegsende nach Linz, Österreich, verlegt, wo er bei Kriegsende in tschechische Gefangenschaft geriet. Im November 1946 wurde er entlassen und kam noch in diesem Jahr mit den Eltern nach Nordheim/Main. Ab 1947 arbeitete er als Hoch-und Tiefbauzimmermann und lernte ab 1952 als Montagearbeiter „ganz Deutschland“ kennen, so der Jubilar.

Ab 1956 fand er Arbeit in der Schweinfurter Kugellagerfirma SKF. Nach einigen Jahren wechselte er den Arbeitsplatz und war bis zu seiner Pensionierung 1989 in der Müllverbrennungsanlage der Stadt Schweinfurt beschäftigt.

„Zu zwei Drittel selbst gebaut“, sei sein Haus in Üchtelhausen, wo der Jubilar 1960 mit seiner Ehefrau Erika, geb. Plettner, die aus Nordheim stammte, hinzog. Sie verstarb 1996.

Hans Bönsch ist Mitglied bei der KAB, der Feuerwehr, der Eigenheimer- Vereinigung und des Obst-und Gartenbauvereins.

Der Jubilar verrichtet trotz seines hohen Alters kleinere Reparaturen in Hausen und Hof und hilft gerne im Garten. Täglich geht er spazieren.

Seinen Festtag feiert er zusammen mit seiner Lebensgefährtin im Bayerischen Wald. Foto: Steger-Frühwacht

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