GEROLZHOFEN

Von A(usleuchtung) bis U(rnenhain)

Zur Klärung verschiedener Angelegenheiten begab sich der Bauausschuss des Stadtrats auf den Städtischen Friedhof. Die Themenpalette reichte von der Gestaltung der derzeit rund 140 freien Gräber, die Befestigung des Zufahrtsweges vom Eingang bis zum Leichenhaus, über die Ausleuchtung der Friedhofskapelle bis hin zum Urnenhain und zu einer neuen Urnenwand.
So wie dieses Mustergrab sollen die derzeit rund 140 freien Einzel- und Familiengräber auf dem Gerolzhöfer Friedhof mit ... Foto: FOTO Norbert Vollmann
 Wissend, dass es sich hier in der Regel um sensible Themen handelt, waren auch die Vertreter der örtlichen Gärtnereien Greb und Krais geladen, um ihre Erfahrungen aus der Praxis in die Diskussion einfließen zu lassen.

• Kies auf freie Grabstellen: Derzeit befinden sich auf dem Friedhof rund 140 aufgelassene Einzel- und Familiengräber, die keinen besonders schönen Anblick bieten. Es wuchert das Unkraut und verteilt seine Samen auf die umliegenden Grabstätten. Um hier Abhilfe zu schaffen, werden die derzeit freien Grabstellen mit einem Kunststoff-Flies belegt, das das Unkraut eindämmen soll. Darüber kommt eine Kiesschüttung. Burkhard Wächter hätte es gerade auch mit Blick auf die Verunreinigung durch herabfallendes Laub lieber gesehen, wenn die Gräber mit einer Wiesenmischung angesät worden wären, statt als „Steinwüste“ angelegt zu werden. Die Mehrheit sah das mit 4:1 Stimmen anders. Der Kostenpunkt für die Aktion wird bei gut 8000 Euro liegen.

Urnenhain/Urnenwand: In der Urnenwand zwischen Haupteingang und Friedhofskapelle ist derzeit nur noch eine Grabstelle frei. Abhilfe soll hier ein in den Friedhof integrierter kleiner Urnenhain schaffen. Er wird auf einer Grünfläche, wo derzeit mehrere zusammenhängende Gräber leer stehen, entstehen. Bei dieser preiswerten Alternative zum Friedwald werden die verrottbaren Urnen in einer Betonhülse versenkt.

Die Vertreterinnen der beiden Gärtnereien überzeugten den Bauausschuss aber davon, dass auch „Urnenmauern begehrt sind“. Und so wird man jetzt auf beide Möglichkeiten setzen: den erwähnten Urnenhain als auch eine neue Urnenmauer auf dem Friedhofsgelände, nachdem die am Eingang nicht mehr erweitert werden kann.

• Befestigung des Hauptwegs: Mit „weißen“ Schuhen kehren momentan die Friedhofsgänger von Beerdigungen im Sommer zurück, nachdem die Steinchen auf dem Weg vom Haupteingangstor bis zum Leichenhaus mehr und mehr von den Fahrzeugen, die die Zufahrt benutzen, zermahlen worden sind und es so hier kräftig staubt. Einigkeit herrschte darüber, dass dieser Bereich, der befahren wird, neu befestigt werden soll. Offen ist wegen der Kosten allerdings noch die Frage womit – sprich ob mit Naturstein, Betonstein oder Farbasphalt. Die Stadt wird nun entsprechende Angebote einholen.

• Freie Bestatter-Wahl: Einmal mehr vorgeschlagen wurde, den Friedhof generell für Bestattungsunternehmer zu öffnen und die Arbeiten vor Ort nicht nur einer bestimmten Firma zu überlassen. Bürgermeisterin Irmgard Krammer betonte, dass hierüber erst wieder entschieden werden könne, sobald der bestehende Bestattervertrag abläuft. Solange bleiben beispielsweise die Arbeiten für das Ausheben und Verfüllen eines Grabes oder die Schlüsselgewalt über das Leichenhaus, die immer wieder für Klagen sorgt, in einer Hand.

• Friedhof als Mülldeponie: Immer mehr wird seit geraumer Zeit Haus- und Privatmüll in den vor und auf dem Friedhof aufgestellten Abfallbehältern als auch in den Papierkörben in der vorbeiführenden Allee illegal entsorgt. Die Stadt Gerolzhofen bittet hier die Bevölkerung um Hinweise, um diesem Treiben Einhalt zu gebieten.

• Mehr Licht in Kapelle: Zur besseren Ausleuchtung der Friedhofskapelle bei Abendgottesdiensten wurde beschlossen, vier schlichte Glasleuchten zum Preis von rund 3000 Euro an der Decke anbringen zu lassen. Das Licht der Kronleuchter allein ist in diesen Fällen momentan zu schwach.

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