Schweinfurt

Von Glow bis Snow mit dem Thalia-Chor

"Let it snow" mit dem Thalia-Chor Schweinfurt in der Kirche Sankt Maximilian Kolbe. Foto: Daniela Schneider

"Bitte zusammenrücken" – Die Kirche St. Maximilian Kolbe ist bis auf den letzten Platz besetzt, selbst der Aufruf vor Konzertbeginn beschert nicht jedem einen Sitzplatz. Die Mitglieder des Thalia-Chors sind überwältigt – so viele Menschen haben sich am ersten Advent die Zeit genommen und wollen den musikalischen Jahresabschluss des Schweinfurter Traditions-Chores genießen.

Nach "Let me entertain you", dem Titel des letztjährigen Konzertes, heißt es nun: "Let it snow" in einem winterlich-weihnachtlichen Klang-Potpourri aus Pop, Jazz, Swing, Filmmusik und Traditionals.

Zum Auftakt wird es dunkel, nur die vielen Kerzen tauchen die Kirche am Deutschhof in ein stimmungsvolles Licht – die ersten Pianotakte erklingen und der Chor zieht ein, auf den Lippen das zauberhafte "Glow" des Komponisten Eric Whitcare – eine schöne Wahl, um die erwachende Winterzeit einzuläuten.

Wundervolle Lieder folgen, vieles erscheint im neu arrangierten Gewand, wie das swingende "Let it Snow" von Carsten Gerlitz, das dem Adventskonzert seinen Titel verpasst hat. Auch winterlich angehauchte Filmsongs bekommen ein Podium, und so erklingen "Walking in the Air" aus "The Snowman" und "Let it Go", der Filmsong aus "Frozen" mit Klassikerpotenzial.

Texte zum Nachdenken

Dazwischen präsentieren einzelne Mitglieder immer wieder Texte zum Schmunzeln, Nachdenken und Innehalten frei nach dem Motto "Dezember müsste es immer sein". Mal à cappella oder mit Piano (Kevin Pfister) und Cajon (Paul Weissenberger), mit solistischen Passagen, rein weiblich oder männlich und im herrlichen Zusammenklang lief der Thalia-Chor mit seinen 35 Mitgliedern zu Höchstformen auf, wie immer unter der Leitung von Monika Oser, die den Chor mit ihrem ganzen Habitus, mit energischem Körpereinsatz und einfühlsamen Innehalten sicher durch alle Chorsätze führte.

Kevin Pfister glänzte am Piano mit dem bekannten Weihnachtsklassiker "Have yourself a merry little Christmas", und  Neuzugang Matthew Sulivan sorgte mit  Cohen-Klassiker "Hallelujah" ebenso für Gänsehaut wie später nochmal gemeinsam im kleinen Ensemble (Monika Oser, Harald Dittrich, Hubertus Korb und Markus Löffler-Willner) von der Kirchenempore herunter beim jahrhundertealten "O Magnum Mysterium".

Schelmisch und beschwingt

Sicherlich nicht die einzigen Gänsehautmomente in diesem Adventskonzert, das der Thalia-Chor mit dem ihm so eigenen dynamischen Auftreten, gespickt mit unterhaltsamen, choreografischen und bühnenbildlichen Elementen, kredenzte. Von den rockigen Queen-Klängen bis hin zum ergreifenden "Adeste Fideles" und "Dona Nobis Pacem" reichte das Repertoire, immer wieder unterbrochen von schelmisch-beschwingten Ausflügen  à la "Ding a Ding-A Ding".

Begeisterungsstürme und stehende Ovationen der gut 400 Besucher waren nach gut 75 Minuten der Dank an einen tollen Chor, der sich auf leisen Sohlen schleichend dann mit einem zarten "Hallelujah" so verabschiedete, wie er gekommen war. Nur mit dem Schnee hat es nicht so ganz geklappt, aber das tat der schönen weihnachtlich-winterlichen Stimmung beim abschließenden Glühwein vor der Kirche keinen Abbruch – dafür hatte ja schon der Chor so klangschön gesorgt.

Verkündet wurde auch schon einer nächster Termin, den alle Fans von guter Chormusik notieren sollten: Das nächste Konzert findet am 14. November 2020 statt.  

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