Dittelbrunn

Vorüberlegungen für ein Nahwärmenetz in Dittelbrunn vorgestellt

Juliana Drasovean und Elias van Straaten von der Firma GP Joule präsentierten dem Gemeinderat erste Überlegungen zu einer möglichen Nahwärmeversorgung in Dittelbrunn.

Drei mögliche Trassen für Nahwärmenetze hatten die beiden herausgearbeitet: einmal im Norden für das Ärztehaus, das Seniorenheim und die Einfamilienhäuser. Eine zweite Trasse im Süden könnte das Marienbachzentrum, die Schule, die Kita Einfamilienhäuser und das Neubaugebiet Süd versorgen.

Ein drittes mögliches Netz könnte zu den in zweiten Vorschlag genannten Gebäuden auch noch die alte Kita, das Gemeindehaus, das Neubaugebiet Nord und die Kirche beliefern. Dieses große Wärmenetz hätte die Chance, bestehende Wärmeerzeugungsanlagen einzubeziehen ebenso wie neue Wärmequellen wie beispielsweise Solarthermie, auszubauen.

Große kommunale Wärmeabnehmer und die dichte Bebauung mit Privathäusern böten weiteres Potenzial. Als Ergänzung wären hier ein Hackschnitzel- und ein Gaskessel denkbar. Für diese große Variante fielen rund zwei Millionen Euro an Investitionskosten an, wobei zu erwartende Fördergelder bereits abgezogen sind. Die Kilowattstunde müsste mit knapp neun Cent berechnet werden.

Langlebige Infrastruktur

Vorteile einer solchen Nahwärmeversorgung wären, dass die Gemeinde in eine langlebige Infrastruktur fast ohne fossile Träger investiert. Man könnte das Netz je nach Bedarf auch modular aufbauen und würde jährlich über 1000 Tonnen Kohlendioxid einsparen.

Aufgabe des Gemeinderats wäre es nun, ein Betreibermodell zu wählen und den Anteil der Gemeinde festzulegen. GP Joule würde dann die Interessensabfrage der Anlieger übernehmen, bevor man an die Gründung einer Wärmenetzgesellschaft ginge.

Danach könnte ein Konzept mit Erzeugung, Abnahme, Betrieb und Preisgestaltung erarbeitet werden. In einem nächsten Schritt müssten die einzelnen Wärmelieferverträge abgeschlossen werden, bevor man an die Umsetzung dieses Wärmenetzes gehen könne.

Auf Nachfrage von Rainer Patzke bestätige van Straaten einen Zeitplan von rund drei Jahren bis zur endgültigen Lieferung von Wärme. Eine Entscheidung fällte der Gemeinderat in dieser Sitzung nicht, erst müssen sich die geballten Informationen "setzen".

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