Ebrach

Wandern durch zisterziensische Landschaften

Das Gipsinformationszentrum Sulzheim ist in einem Teil der ehemaligen Zehntscheune des Zisterzienserklosters Ebrach untergebracht. Von dort startet am 12. Oktober eine Wanderung im Zeichen der Zisterzienser. Foto: Andreas Hub

Am Samstag, 12. Oktober, findet eine Wanderung im Zeichen der Zisterzienser von Sulzheim über Gerolzhofen und Handthal nach Ebrach statt. Diese Wanderung ist ein Programmpunkt des ersten Kooperationstreffens zum transnationalen Kooperationsprojekt „Cisterscapes – Cistercian landscapes connecting Europe“ (etwa zisterziensische Landschaften, die Europa verbinden).

Der Landkreis Schweinfurt sowie auch die Gemeinde Sulzheim sind Teil des Projektes mit insgesamt 19 Klosterlandschaften aus Deutschland, Frankreich, Österreich, Polen, Slowenien und Tschechien. Träger des von der EU nach Leader geförderten Projektes liegt beim Landkreis Bamberg unter Leitung von Dr. Birgit Kastner. 

Sulzheim war einst ein bedeutender Amtssitz des Klosters Ebrach. Aus diesem Grund beteiligt sich die Gemeinde Sulzheim mit einem Teilprojekt, um die Inwertsetzung der zisterziensischen Klosterlandschaft in der Gemeinde Sulzheim weiter in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Geplant sind unter anderem Informationstafeln an verschiedenen Standorten, die Erlebnisstationen „Quellschacht“ und "Eich" bei Mönchstockheim sowie speziell für Familien ausgewiesene kleine Rund-Radwege. 

Hier der Ablauf der Wanderung am 12. Oktober 2019, zu der alle Bürger eingeladen sind:   7 Uhr Treffen aller Wanderer am Gipsinformationszentrum in Sulzheim mit Begrüßung durch Bürgermeister Jürgen Schwab und Start der Wandergruppe, 8.30 Uhr Eintreffen in Gerolzhofen Begrüßung durch VG-Vorsitzenden und Bürgermeister Thorsten Wozniak,   9 Uhr Wanderung von Gerolzhofen nach Handthal, 11 Uhr Eintreffen am Steigerwald-Zentrum Begrüßung durch Bürgermeister Manfred Schötz, 11.30 Uhr Wanderung nach Ebrach durch den Handthalgrund, 13 Uhr Eintreffen der Wanderer am Ortsrand von Ebrach mit Begrüßung durch Bürgermeister Dieter Schneider, 14 Uhr Festakt zur Eröffnung der Kooperation des transnationalen Projektes mit Staatsminister Bernd Sibler und Festandacht mit Abt P. Philipp Heim in der Abteikirche zu Ebrach.

Anschließend ist Rücktransfer der Wanderer zu den Ausgangspunkten (Handthal, Gerolzhofen, Sulzheim)

Diese Wanderung ist ein weiterer Teil der Bewerbung um das Europäische Kulturerbe-Siegel. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Europäischen Kulturerbejahr-Projekts des Landkreises Bamberg, das mit seinen Ausstellungen und Exkursionen zum Thema „Zisterziensische Klosterlandschaften“ im Jahr 2018 über 32.000 Besucher in vier Ländern erreichte, geht der Landkreis Bamberg nun den nächsten Schritt, um die Steigerwaldregion mit ihrer bedeutenden Ebracher Klosterlandschaft weiter voranzubringen. Zusammen mit achtzehn zisterziensischen Klosterlandschaften in sechs europäischen Ländern soll ein gemeinsamer Antrag für ein transnationales „Europäisches Kulturerbe-Siegel“ in der Kategorie Kulturlandschaft gestellt werden.

Mit einem Netzwerk aus über 700 Abteien prägten die Zisterzienser als einer der mächtigsten Orden seit dem Mittelalter Europa. Noch heute ist ihr Wirken nicht nur in den Bauten, sondern auch in Landschaften als gemeinsames europäisches Erbe ablesbar. Daher eignet sich das Thema besonders dafür, dieses Netzwerk wieder aufleben zu lassen und eine gemeinsame Bewerbung für das Europäische Kulturerbe-Siegel anzustrengen. Die europaweit vergleichbaren Strukturen im Umfeld von 50 Kilometer um Zisterzienserklöster zeigen, was die Menschen in Europa verbindet und sind als Symbol gemeinsamer kultureller Identität von herausragender Bedeutung.

Aus Bayern werden die Klosterlandschaften Ebrach, Klosterlangheim und Waldsassen an der Bewerbung teilnehmen. Sie vernetzen sich mit der Mutterabtei Morimond in Frankreich sowie den östlichen Niederlassungen aus dieser Ordenslinie in Polen, Tschechien, Österreich und Slowenien.

Kloster Ebrach, dessen Raumwirksamkeit die gesamte Steigerwaldregion umfasst und bis in die Weinbaugebiete am Main reicht, kann daher auf die Unterstützung der Nachbarlandkreise Haßberge, Kitzingen, Neustadt an der Aisch und Schweinfurt zählen. Der Landkreis Bamberg als transnationaler Koordinator wird im Rahmen des Leader-Kooperationsprojekts die Bewerbung für das Siegel vorbereiten und die 80prozentige Förderung der Europäischen Union für solche transnationale Kooperationen in Anspruch nehmen.

Das Europäische Kulturerbe-Siegel wird von der Europäischen Kommission vergeben und Stätten zuerkannt, die einen bedeutenden europäischen symbolischen Wert haben und die die gemeinsame Geschichte Europas sowie die europäischen Werte hervorheben. Das Siegel wird im Zweijahrestakt von der EU vergeben. Der Landkreis Bamberg bewirbt sich im transnationalen Verbund für die Nominierung 2023.

Schlagworte

  • Ebrach
  • Abteien
  • Bernd Sibler
  • Bürgermeister und Oberbürgermeister
  • Dieter Schneider
  • Europäische Kommission
  • Europäische Union
  • Exkursionen
  • Jürgen Schwab
  • Kloster Ebrach
  • Klöster
  • Manfred Schötz
  • Religiöse Orden
  • Thorsten Wozniak
  • Wanderungen
  • Äbtissinen und Äbte
  • Öffentlichkeit
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0

Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!