Schwebheim

Was sich auf Abbelboom reimt

Zum Abschlusslied lud Thomas Koppe noch einmal alle Kinder nach vorne zum Mitsingen und Mitspielen ein. Foto: Ursula Lux

Sein Lieblingswort beginnt mit O und endet mit A, und es dauerte nicht lange, da sang der Saal lautstark "Olalala". Der Kinderliedermacher Thomas Koppe verstand es, seine kleinen und großen Zuhörer mitzureißen.

"Jetzt geht’s los" hieß das "Beste-Laune-Mitmach-Kinderlieder-Konzert", mit dem die Schwebheimer Kulturwoche den Reigen ihrer Veranstaltungen eröffnete. Man kann den anderen Programmen nur ein ebenso begeistertes Publikum wünschen. Die Kinder sangen, stampften, klatschen und schnipsten, je nachdem was Koppe gerade ansagte. Und sie waren alles andere als auf den Mund gefallen. Als Koppe versprach, sie zu einem Eisbecher einzuladen, falls er noch einmal versehentlich das "Olalala" selbst singen sollte, fragte ein Mädchen aus dem Publikum prompt: "Können wir das schriftlich haben?" - "Du wirst wohl mal Politikerin", mutmaßte der Künstler.

Er nahm seine kleinen und großen Zuschauer in bunten Geschichten und schwungvollen Liedern mit auf eine Reise zu wundersamen Wesen und in verrückte Welten. Seine Reisebegleiter waren die Maus, der Ritter Rappel, das Gespenst Schwubbidu und die Hexe Pauliquaul. Dabei stand Koppe selten allein auf der Bühne. Immer wieder lud er Kinder ein, nach oben zu kommen und ihn zu unterstützen. Die Mädchen waren sofort dabei, die Jungs hatten eher ein bisschen Hemmungen. Als sich der erste Junge auf die Bühne wagte, warnte Koppe: "Leise, nicht klatschen, damit er sich nicht erschreckt."

Beim Lied vom "Abbelboom" war die Reimkunst der Kinder gefragt, bei Ritter Rappels Schwindelanfällen deren Fähigkeit, "Fake News" lautstark durch Trampeln anzuzeigen. Die Kinder waren immer beschäftigt und voller Begeisterung und Aufmerksamkeit dabei. Langeweile konnte so keine aufkommen. Am Ende zogen sie sogar als Lokomotive durch den Saal, obwohl sie Koppes Aussage, mit dem Zug gekommen zu sein, sofort trampelnd kommentierten. Im Rhythmus wurde eine Stunde lang gewunken, geschunkelt und gehüpft - Hauptsache, alle blieben in Bewegung. Und zu dieser Bewegung ließen sich nicht nur die Kleinen, sondern auch deren Eltern und Großeltern einladen.

Am 5. März gibt es ein weiteres Kinderprogramm in den Kulturwochen. Dann lädt das Figurentheater Pantaleon ebenfalls um 15 Uhr im Bürgerhaus zu einem tierischen Kuchen-Stück über das Oben und Unten ein. Die größeren Kinder und die Erwachsenen sind schon am 31. Januar erneut eingeladen, mit der Theatercrew "Hut ab" auf große Fahrt zu gehen. Dann präsentiert die Gruppe der OBA (Offene Behinderten-Arbeit) ihre besten Stücke aus den letzten 20 Jahren.

Der Liedermacher Thomas Koppe stand selten alleine auf der Bühne. Immer holte er sich Kinder aus dem Publikum zur Verstärkung. Foto: Ursula Lux

Schlagworte

  • Schwebheim
  • Ursula Lux
  • Eltern
  • Erwachsene
  • Großeltern
  • Kinder und Jugendliche
  • Mädchen
  • Publikum
  • Puppenspiel
  • Theater
  • Veranstaltungen
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!