Wasserlosen/Dittelbrunn

Wasser im Landkreis Schweinfurt wird nicht mehr gechlort

Ihr Wasser ist wieder keimfrei: Die Einwohner von Wasserlosen und Dittelbrunn (Lkr. Schweinfurt) können aufatmen. Und man weiß sogar, woran die Verunreinigung gelegen hat.
Symbolfoto: Trinkwasser.   Foto: Daniel Reinhardt, dpa

Negative Proben beim Trinkwasser bedeuten meist positive Nachrichten für die Verbraucher: Das Wasser in den Trinkwassernetzen von Brebersdorf, Rütschenhausen (beide Ortsteile von Wasserlosen), Holzhausen und Pfändhausen (beide Ortsteile von Dittelbrunn) im Landkreis Schweinfurt ist wieder keimfrei. Ab sofort wird nicht mehr gechlort. Dies teilte das Gesundheitsamt Schweinfurt mit.

Ein Rohrbruch wurde behoben

Am 29. September waren im Trinkwasser der Gemeinde Wasserlosen, genauer gesagt in den Ortsnetzen von Brebersdorf und Rütschenhausen, coliforme Keime und eine Enterokokke gefunden worden. 850 Einwohner mussten ihr Leitungswasser abkochen. Dies galt auch für die Bürger von Kaisten, da die drei Orte über einen gemeinsamen Hochbehälter des Wasserversorgers Kaistener Gruppe versorgt werden. Das Trinkwassernetz wurde gespült und das Wasser gechlort.

Seit 4. Oktober muss das Wasser nicht mehr abgekocht werden. Zur Sicherheit wurde aber weiter gechlort - bis jetzt. Die Verantwortlichen vermuten, dass die Keime über einen Rohrbruch in der Nähe des Hochbehälters ins Trinkwasser gelangt sind. Da die Ursache behoben ist, hat das Gesundheitsamt jetzt die Chlorung aufgehoben.

Vermutlich defekte Lüftungsklappe

Auch das Wasser der 900 Bürger von Holzhausen und Pfändhausen wird ab sofort nicht mehr gechlort. Im Hochbehälter Holzhausen der Wasserversorgung Rhön-Maintal-Gruppe waren am 25. Oktober coliforme Keime entdeckt worden. In diesem Fall handelte es sich zweifelsfrei um Umwelt- und nicht um Fäkalkeime, so das Gesundheitsamt Schweinfurt. Daher reichte eine Chlorung ohne Abkochgebot aus. Eine defekte Lüftungsklappe war vermutlich die Ursache.

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