SCHWEINFURT

Weltkindertag in Schweinfurt: Was ist dein Traumberuf?

Voller Hoffnung: Beim Weltkindertag lassen die Kleinen Wünsche mit Luftballons steigen. Foto: Nicolas Bettinger

Fetzige Musik, Kindergekreische und jede Menge Spielzeug. Bei strahlendem Sonnenschein hat die Kommunale Jugendarbeit der Stadt in Kooperation mit dem Kinderschutzbund, dem Sozialdienst katholischer Frauen und dem Jugendtreff kom,ma zum Weltkindertag eingeladen. Das jährliche Event findet weltweit statt und soll die Rechte von Kindern stärken. Unter dem Motto „Bildungschance für alle“ dreht sich auf dem Schweinfurter Schillerplatz dieses Mal viel ums Thema Bildung.

„Habt ihr Lust zu tanzen?“, ruft Tänzerin Tamika Pelzer und sofort versammelt sich ein Horde Kindergartenkinder mit ihren Erzieherinnen vor der Bühne. „Und dann stampf ich mit dem Fuß, so als ob ich dringend muss“, hallt es aus den Boxen und die Kleinen hüpfen begeistert mit. Ein paar Meter weiter werden Luftballons aufgeblasen, Kinder dürfen am Fairtrade-Stand der Montessori-Schule an einem Glücksrad drehen oder sich am Spielbus mit übergroßen Legosteinen ein Haus bauen. Ältere Fußgänger, die über den Schillerplatz spazieren, müssen aufpassen, nicht von den vielen Kettcars, Rollern oder Spielzeugbaggern überfahren zu werden.

Auf die Kinderrechte aufmerksam machen

„Es ist toll, wir können hier so viele Kinder und auch Erwachsene erreichen“, sagt Daniela Schömig, Vorsitzende des Kinderschutzbundes Schweinfurt. Es gehe darum, die speziellen Rechte der Kinder in den Vordergrund zu stellen und Menschen daran zu erinnern.„Auch in Deutschland werden diese Rechte teilweise vernachlässigt, deswegen informieren wir“, sagt Schömig an einem Aktionsstand. Dort können Kinder anlässlich des Bildungsthemas ihre Traumberufe aufmalen. „Vorhin wollte ein Kind von mir wissen, wie ein Anwalt aussieht, eine andere will mal Prinzessin werden“, sagt die Veranstalterin lachend.

Der Nachbarstand wird von der Kreishandwerkschaft Schweinfurt betreut. Sie wurde, passend zum Thema, eingeladen, um den Kindern handwerkliche Berufe näher zu bringen. „Hier können Kinder lernen, welche Schraube zu welchem Schraubenzieher passt“, sagt Kreishandwerksmeisterin Margit Rosentritt. Und auch Bilder mit Bäckereien und Metzgereien dürfen ausgemalt werden. Die Friseurin findet es wichtig, schon kleinen Kindern den Spaß an handwerklichen Tätigkeiten näher zu bringen.

Buntes Rahmenprogramm

Auch Anne Wolf-Montag vom Sozialdienst katholischer Frauen betreut einen Infostand am Weltkindertag. Sie hat ebenfalls mitorganisiert und freut sich über das rege Interesse. Sie geht von bis zu 1000 jungen Besuchern aus, die am heutigen Tag vorbeikommen. „So können wir ein Bewusstsein für die speziellen Rechte der Kinder schaffen“, sagt Wolf-Montag. Das Recht auf Bildung oder gewaltfreie Erziehung seien Beispiele dafür.

Den Kindergartenkindern, Grundschul- und Hortklassen wird jedenfalls einiges geboten. Ein buntes Bühnen- und Rahmenprogramm mit Mitmach-, Bastel- und Erlebnisstationen gehört ebenfalls dazu. Auch die Spielbusse „Max“ und „Moritz“ sind vor Ort. Für die Sammel-Aktion „Stifte machen Mädchen stark“ werden auf dem Schillerplatz alte und leere Stifte fürs Recycling gesammelt. Mit der Aktion soll dazu beigetragen werden, dass Mädchen in Flüchtlingslagern Schulunterricht und somit Bildung ermöglicht wird.

Ein Himmel voller Wünsche

Neben der Schülerband „4 Inch of Improvisation“ gehört das traditionelle Luftballonsteigen zu den Höhepunkten des Weltkindertages. „Fünf, vier, drei, zwei, eins“, leitet Jugendamtsleiterin Maria Albert-Wirsching den Countdown ein. Und dann lassen alle Kinder ihre Luftballons los und sorgen für eine imposante Kulisse über dem Schillerplatz. An allen Ballons sind Zettel befestigt, auf die die Kinder persönliche Wünsche geschrieben haben. Ein Mädchen blickt in den Himmel und ruft entschlossen: „Hoffentlich erfüllt sich mein Wunsch.“

Online-Tipp

Weitere Fotos finden Sie bei uns im Internet unter www.mainpost.de

Neben vielen rollenden Spielzeugen gibt es auch Infostände zum Thema Bildung. Foto: Nicolas Bettinger
Die eigenen vier Wände: Hier können sich die Kinder handwerklich betätigen. Foto: Nicolas Bettinger

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