SENNFELD

Wenn der Mainbogen spielt

„Papa, tomm!“ Ein etwa zweijähriger Junge zieht seinen Vater an der Hand zu den bunten Holzsteinen. Die Mutter und das Baby haben es sich derweil auf einer Decke unter dem Baum gemütlich gemacht. Der dritte Spieltag der Mainbogengemeinden Gochsheim, Grafenrheinfeld, Grettstadt, Röthlein, Schwebheim und Sennfeld auf der Sport- und Freizeitanlage in Sennfeld bot einen bunten Reigen an Möglichkeiten.

Endlich, im dritten Jahr der Veranstaltung, passte auch das Wetter, man musste nicht in die Frankenhalle umziehen. Der Tag wurde zu einem Familienfest im Freien. „Spielen ist eine Tätigkeit, die man gar nicht ernst genug nehmen kann“, meinte einst Jaques-Yves Cousteau. Und so sorgten die Mainbogengemeinden einen Tag lang dafür, dass sich ihre Bürger mit dieser „ernsten Sache“ vergnügen konnten.

Die Kinder hatten ein leichtes Spiel damit, auch ihre Eltern ins Spiel zu bringen. Die machten nicht nur gute Miene zum gar nicht bösen Spiel, sondern schwelgten nicht selten in Jugenderinnerungen, so beispielsweise beim Schussern oder Reifen-Treiben. Und so hatten alle ihre Hände im Spiel, manche gar am Bogen. Mit großer Konzentration versuchten sich Jung und Alt im Bogenschießen.

Das Spiel in den Händen hatten auch alle die, die sich mit den Knobel- und Geschicklichkeitsspielen des Main-Spiel-Mobils von Michael Keim abmühten. Dabei stand nie wirklich etwas anderes auf dem Spiel als Spaß und Freude. Die gab es reichlich bei Groß und Klein. Vor allem die Wasserrutsche war belagert, hier wollte keiner aus dem Spiel gelassen werden. So mancher ließ sich auch auf ein gewagtes Spiel ein und kletterte beispielsweise auf leeren Bierkästen in ungeahnte Höhen.

Keiner trieb an diesem Tag ein falsches Spiel, die Stimmung und das Miteinander auf dem Festgelände glichen einem Familienfestival. Gruppen und Vereine aus den Mainbogengemeinden brachten sich ins Spiel und so mancher warb auch für neue Ideen, wie die „Rafelder aktiven Familien“, die das Geocaching vorstellten.

Altersunterschiede spielten an diesem Tag keine Rolle bei den 18 Spiel- und Erlebnisstationen. Und so musste nach einem spielreichen Tag so mancher erleben: „Spielen ist keine Kunst, aber aufhören.“ Und viele begeisterte Besucher hoffen wohl, dass dieser Tag ein Nachspiel haben wird – vielleicht im nächsten Jahr?

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