Gerolzhofen

Wenn die Feuerwehr nicht kommen kann

Auf beiden Straßenseiten dicht aneinander geparkte Fahrzeuge, wie hier in der Steingrabenstraße in Gerolzhofen, erschweren oder verhindern das Durchkommen der großen Einsatzfahrzeuge. Foto: Johannes Vogt

Am Freitagabend wird sich so mancher Anwohner in Gerolzhofen gewundert haben, als es an der Haustür klingelte. Draußen stand ein Polizeibeamter in Begleitung einiger Feuerwehrleute, der die Anwohner bat, das Auto an der Straße bitte an einer anderen Stelle abzustellen. Der Grund? Anlässlich des ersten länderübergreifenden Sicherheits- und Kontrolltags, an dem sich auch das Unterfränkische Polizeipräsidium beteiligte, kontrollierte die Polizeiinspektion in Gerolzhofen gemeinsam mit der Feuerwehr die Straßen des Stadtgebietes.

Der Tag, an dem sich unter dem Hashtag "#WirZeigenEinsatz” neben Unterfranken auch die Polizeipräsidien aus Mannheim, Wiesbaden und Mainz beteiligten, wurde genutzt, um in der Stadt bekannte Engstellen abzufahren und zu überprüfen, ob ein geregeltes Durchkommen für die großen Löschfahrzeuge gewährleistet ist.

Hunderte Personen im Einsatz

Im vergangenen Oktober hatten sich die beteiligten Länder Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz darauf verständigt, die etablierte und erfolgreiche Zusammenarbeit im Rahmen der Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität nun auch auf den Bereich der Sicherheit im öffentlichen Raum auszuweiten. Ausfluss aus dieser Kooperationsvereinbarung war der länderübergreifende Sicherheits- und Kontrolltag am Freitag. Seitens des Polizeipräsidiums Unterfranken waren mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei insgesamt 592 Beamtinnen und Beamten im Einsatz. Auch der Zoll, die Staatsanwaltschaften, die Bundespolizei, die Sicherheitswachten, Ordnungs- und Jugendämter, Feuerwehren, das Bayerische Rote Kreuz und Vertreter von Banken sowie Mitarbeiter der Deutschen Bahn beteiligten sich an den zahlreichen Aktionen, um die Sicherheit im öffentlichen Raum zu steigern.

Bei der Aktion in Gerolzhofen sagte Margit Endres, die Chefin der Polizeiinspektion Gerolzhofen, das schnelle Erreichen der Einsatzstelle im Ernstfall sei essentiell. Daher müsse jede Straße für die Feuerwehrfahrzeuge befahrbar bleiben. Schließlich will jeder Bürger ja, dass auch ihm im Brandfall bestmöglich geholfen werde. Für Anwohner, die nicht direkt erreicht werden konnten, hatte die Polizei Briefe vorbereitet, die einfach an der Windschutzscheibe der geparkten Autos geklemmt wurden.

Auch überhängende Vegetation stört

Neben den teils dicht gedrängt parkenden Autos war an manchen Stellen im Stadtgebiet auch überhängende Vegetation ein Hindernis für die Einsatzfahrzeuge. Hier werde die Polizei auf die Stadtverwaltung zu gehen und entsprechende Maßnahmen anraten.

Die Kontrollfahrten fanden ein jähes Ende, als die Floriansjünger aus Gerolzhofen nach Donnersdorf zur Unterstützung gerufen wurden. Dort brannte der Kamin eines Einfamilienhauses.

Abschließend zog die Polizei ein positives Resümee, auch das Feedback aus der Bevölkerung fiel größtenteils positiv aus. Anwohner gerade in engen Straßen werden auch weiterhin gebeten, darauf zu achten, dass Löschfahrzeuge, aber auch Krankenwagen und Co., problemlos die Straße befahren können. Schließlich sollte all jenen, die tagtäglich unter dem Motto des Tages "WirZeigenEinsatz” unterwegs sind, nicht der Weg versperrt werden.

Millimeter-Arbeit für den Fahrer des 13 Tonnen schweren Einsatzfahrzeuges. Im Ernstfall geht hier wertvolle Zeit verlore... Foto: Johannes Vogt

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