WERNECK

Wie kaputt ist der Piaggio?

Das ging den meisten Gemeinderäten einfach zu schnell. Nur weil der Piaggio des Bauhofes Schwierigkeiten hatte, durch den TÜV zu kommen, wollten sie kein Ersatzfahrzeug anschaffen.

Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl informierte ihre Gemeinderäte, dass der Transporter bei der TÜV-Prüfung viele Mängel aufwies und allerlei Reparaturen notwendig waren, um in einem zweiten Anlauf die Plakette zu bekommen. Deshalb schlug sie in Absprache mit dem Bauamt und der Verwaltung vor, für rund 60 000 Euro ein neues Fahrzeug anzuschaffen, das man dann auch für den Winterdienst einsetzen könne. Bezahlen wollte sie dies mit Mitteln aus dem allgemeinen Haushalt.

Wenn ein Fahrzeug durch den TÜV ist, dann sei es doch in Ordnung, wunderte sich Birgit Schmitt. „Es ist notdürftig repariert, aber nicht so, dass es die nächsten zwei bis drei Jahre hält“, gab Bauamtsmitarbeiter Karl-Heinz Röhrig zu bedenken. Erich Eichelmann ergänzte, das Fahrzeug sei zwar betriebsbereit, aber nicht einsatzfähig für den Winterdienst.

Ausschlaggebend für eine Neuanschaffung, so die Bürgermeisterin, sei vor allem auch der Einsatz im Winter. Wenn man den Bedürfnissen der Bevölkerung wenigsten nachkommen wolle, brauche man ein zweites Fahrzeug.

Warum man dann aber überhaupt noch Geld für Reparaturen in den Piaggio gesteckt habe, fragte sich Anita Kraus und wollte die genaue Summe erfahren. Und auch Bernhard Sauer wollte mehr Informationen: „Wie viele Fahrzeuge hat der Bauhof überhaupt, wie viele stehen ihm zu und brauche man nicht demnächst auch noch einen neuen Schlepper?“

Peter Pfeuffer bat darum, auch eine teilweise Auslagerung des Winterdienstes beispielsweise an den Maschinendienst zu überprüfen.

Birgit Schmitt hinterfragte die Geschwindigkeit der geplanten Anschaffung. Ihr erklärte Baumgartl, dass es in der Marktgemeinde nicht üblich sei, nach den Jahren der Abschreibung ein neues Fahrzeug anzuschaffen, sondern nur bei Bedarf, wenn die Fahrzeuge ausfielen. Und das gehe eben manchmal schnell.

Die Bürgermeisterin schlug dennoch vor, das Thema zu vertagen. Sie versprach, die entsprechenden Informationen einzuholen. Vor einer der nächsten Sitzungen werde man sich im Bauhof treffen und dort mit den zuständigen Mitarbeitern die Frage der Notwendigkeit eine Neuanschaffung prüfen. Dieser Vorschlag fand allgemeine Zustimmung.

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