SCHWEINFURT

Wie wachsen die Kinder der Ausländer auf?

(la) Der junge Integrationsbeirat der Stadt Schweinfurt ist weit aktiver als der frühere Ausländerbeirat, der am Schluss handlungsunfähig und ständig zerstritten war. Dies zeigte einmal mehr die Januarsitzung.

Sorya Lippert, die den Arbeitskreis „Schulen und Bildung“ leitet, berichtete von einem Projekt, das die Lebenssituation ausländischer Kinder in Schweinfurt untersuchen soll. Abstand hat man von einer allgemein gehaltenen Umfrage unter den Neubürgern genommen. In Zusammenarbeit mit der Universität in Würzburg soll stattdessen die Lebenssituation der Kindergartenkinder von Eltern mit Migrationshintergrund unter die Lupe genommen werden. Die Hochschule wird in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe ein Konzept erstellen, dass spätestens im Mai der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Die Auswertung soll bis Jahresende vorliegen.

Personelle Veränderungen bei der Schweinfurter Agentur für Arbeit haben den Kontakt zum Beirat etwas ausgebremst, sagte Ljubow Hurlebaus, Leiterin der Gruppe „Arbeitsplatz“. Sie geht jedoch davon aus, dass die gemachten erfreulichen Ansätze eine Fortführung finden, einschließlich der Bemühungen um interkulturelle Trainingsmaßnahmen.

Die Arbeitsgruppe „Kultur und Öffentlichkeit“ dankte den Schweinfurter Lokalzeitungen, die verstärkt über das Thema Integration berichten würden. Bereits erschienen ist ein Bericht über die städtische Stabsstelle „gerne daheim in Schweinfurt“. Alsbald wird die Arbeit des Beirats thematisiert, und über erfolgreiche Integrationen soll berichtet werden.

Beteiligen am Stadtfest 2011 will sich der Integrationsbeirat. Mit Organisator Ralf Hofmann haben erste Gespräch stattgefunden. Die zehn Mitglieder wollen trotz des Termins in den großen Ferien präsent sein. An dem Programm wollen sich der Integration- und Bildungsverein, der Evangelische Frauenbund, die Russisch-Orthodoxe Gemeinde, der Paritätische Wohlfahrtsverband, der Sozialdienst katholischer Frauen, die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, der Verein ILIRIA, der deutsch-amerikanische Freundschafts-Club, das Ditib-Schweinfurt Zentrum, das Alevitische Kulturzentrum und der Türkische Sozialverein beteiligen.

Wiederholt werden soll das von der Lokalen Agenda im letzten Jahr initiierte „Grenzenlose Spielen“. Auch wird es die Interkulturellen Wochen im Herbst geben.

Ein weites Arbeitsfeld ist den künftigen Integratsionslotsen zugedacht. Diese sollen keinesfalls nur bei Behördengängen helfen, sondern auch in Sachen Sport, Bildung oder etwa Freizeit neue Wege zum Miteinander zwischen Alt- und Neubürgern finden.

Harald Mantel von „gerne daheim“ informierte, dass das Wohnheim in der Wilhelmstraße künftig nicht nur Aussiedler, sondern auch Asylbewerber aufnehmen wird. In den letzten Jahren sei die Anzahl der Spätaussiedler deutlich zurückgegangen, sagte Mantel, weshalb die Regierung in Würzburg das Heim seit Dezember auch für Asylanten nutze. Das Diakonische Werk, der Evangelische Frauenbund und der Sozialdienst katholischer Frauen haben sich bereit erklärt, insbesondere die Kinder in der deutschen Sprache zu schulen.

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