Zeuzleben

Wildvögel und Füchse setzen dem Feldhasenbestand zu

Stellvertretender Jagdvorsteher Stefan Fuchs (von links) ehrte bei der Jahresversammlung der Jagdgenossenschaft Zeuzleben Burkard Pfeuffer für 25-jährige Mitgliedschaft im Vorstand mit einem Präsentkorb. Pfeuffer war von 1994 bis 2009 Schriftführer und zwischen 2009 und 2014 Stellvertreter des Jagdvorstehers, bevor er 2014 zum Jagdvorsteher gewählt wurde. Es gratulierte Jäger Pascal Wardanjan. Foto: Michael Friedrich

Bei ihrer Jahresversammlung im Sportheim beschloss die Jagdgenossenschaft Zeuzleben  einstimmig, den Reinertrag der Jagdnutzung dem Sparschwein zuzuführen. Dieses Geld wird dann bei Bedarf für den Wegebau verwendet.

Jagdvorsteher Burkard Pfeuffer ging in seinem Jahresbericht auf die Wegebaumaßnahmen im Jahr 2018 ein. Im Mai begannen die Arbeiten auf den von der Jagdgenossenschaft Zeuzleben beauftragten Teilstücken. Vorläufig beendet wurde der Wegebau im Dezember. Wie Kassier Martin Beßler mitteilte, sind die Kosten dafür noch nicht abgerechnet.

Burkard Pfeuffer informierte über die Erstellung eines vorgesehenen Jagdkatasters mit Kosten von einmalig 433 Euro. Nur mit diesen Angaben sei in Zukunft eine Neuverpachtung des Jagdreviers möglich. Noch seien jedoch die Grundeigentümer durch die Waldneuordnung nicht im Grundbuch eingetragen worden. Die Erstellung des Katasters und die Jagdvergabe erfolgten dann auf den Besitzverhältnissen nach einem Stichtag.

Verbissgutachten und Abschussplan

Nach dem Verbissgutachten für die Jahre 1919 bis 1921 liege der Abschussplan bei 16 Böcken, 16 Rehen und 20 Kitzen wie auch in den zurückliegenden drei Jahren. Die Zeuzlebener Jäger hätten den Plan erfüllt, wie vermerkt wurde. Zusätzlich gab es Wildschaden durch drei Unfälle.

Jäger Ferdinand Mühl berichtete noch über den Abschuss von elf Füchsen und einem Wildschwein im Bereich Unterloch. Eine Zählung der wenigen Feldhasen wurde im Herbst abgebrochen. Der Rückgang der Feldhasen sei ringsum zu bemerken, auch in Stilllegungsflächen könnten nicht vermehrt Feldhasen festgestellt werden. Im Frühahr wären deutlich mehr Hasen zu beobachten als dann im Herbst.

Neuwahlen

Michael Friedrich verlas die Niederschrift, Martin Beßler nannte einen guten Kassenstand. Bei der Neuwahl votierten die Grundholden einstimmig für Burkard Pfeuffer als Jagdvorsteher, Stefan Fuchs als Stellvertreter, Ulrich Göb und Horst Vollmuth als Beisitzer. Kassier bleibt Martin Beßler, Schriftführer Michael Friedrich. Kassenprüfer sind Roland Friedrich und Thomas Müller.

Müller Thomas bemerkte zur Fuchspopulation, dass Füchse angeblich den vom Aussterben bedrohten Feldhamster bedrohten und deshalb der Fuchs verstärkt bejagt werden sollte. Jäger Pascal Wardanjan meinte dazu, das Problem seien weniger die Füchse, sondern eher die teilweise ebenfalls geschützten Raubvögel.

Dazu meinte Roland Friedrich, dass die eigentlich bedrohten Wiesenweihen in der Flur stark zunähmen und dadurch Bussarde verdrängten. Er habe auch bereits beobachtet, wie Wiesenweihen fast ausgewachsene Feldhasen erlegten.

Informiert werden wollten die Jagdpächter über den Beginn der Maisernte, um eventuell eine Jagd auf Wildschweine zu organisieren.

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