Schwanfeld

Windstützpunkt Schwanfeld wird Zentrum für erneuerbare Energien

Erneuerbare-Energien-Stützpunkt Unterfranken. Die Infoplattform zur Energiewende entsteht bei Schwanfeld im Landkreis Schweinfurt. 243 000 Euro werden dafür investiert.
Der Leader-Koordinator für Unterfranken, Wolfgang Fuchs (Zweiter von rechts), überbrachte den Förderbescheid an den Landrat des Landkreises Schweinfurt, Florian Töpper (Mitte). Darüber freuen sich die Bürgermeister der Windstützpunkt-Anrainer-Gemeinden Richard Köth (Schwanfeld) und Edeltraud Baumgartl aus Werneck (von links). Thomas Benz vom Landratsamt (rechts) ist der kreative Kopf hinter dem Projekt 'Erneuerbare-Energien-Stützpunkt Unterfranken'. Er hat das Konzept erarbeitet, das mit über 122 000 Euro gefördert wird.
Der Leader-Koordinator für Unterfranken, Wolfgang Fuchs (Zweiter von rechts), überbrachte den Förderbescheid an den Landrat des Landkreises Schweinfurt, Florian Töpper (Mitte). Darüber freuen sich die Bürgermeister der Windstützpunkt-Anrainer-Gemeinden Richard Köth (Schwanfeld) und Edeltraud Baumgartl aus Werneck (von links). Thomas Benz vom Landratsamt (rechts) ist der kreative Kopf hinter dem Projekt "Erneuerbare-Energien-Stützpunkt Unterfranken". Er hat das Konzept erarbeitet, das mit über 122 000 Euro gefördert wird. Foto: Helmut Glauch

2013 wurde der Landkreis Schweinfurt vom Ministerium für Umwelt- und Vebraucherschutz (StMUV) als vierter bayerischer Windstützpunkt (WSP) ausgewiesen. Im Mittelpunkt der Einrichtung bei Schwanfeld (Landkreis Schweinfurt), der auch ein Windlehrpfad angeschlossen ist: ein Infopavillon in dem sich Besucher über die Möglichkeiten der Energiegewinnung aus Wind informieren können.  

Interesse ist da, die Besucherzahlen am und im WSP steigen, doch inzwischen weht im Hinblick auf regenerative Energien mehr als nur Wind. Deshalb wurde im Kreistag des Landkreises Schweinfurt, der für sich die  Erstellung eines Klimakonzeptes beschlossen hat, 2017 die Idee geboren, den Windstützpunkt in einen Erneuerbaren-Energien-Stützpunkt (EE-Stützpunkt)  auszubauen.     

Der Idee in die Hände spielt, dass am bestehenden containerartigen Gebäude zwischenzeitlich auch einige Mängel aufgetreten sind. Mangelhafte Temperierung, keine Toiletten, schlechte Barrierefreiheit, Einbruchsversuche im nur schlecht zu sichernden Gebäude, sind nur einige der Probleme, die aus dem Landratsamt zu vernehmen waren. Provisorische Reparaturen und Maßnahmen blieben Flickwerk. 

Zeigen, was im Hinblick auf erneuerbare Energie heute möglich ist

Aus förderrechtlichen Gründen muss der Windstützpunkt allerdings bis 2028 weiter betrieben werden. Die Erweiterung zum EE-Stützpunkt, einer Informationsplattform zur Energiewende, ist also sozusagen eine Flucht nach vorn, die jetzt auch finanziell abgesichert ist. Der Leader-Förderantrag des Landkreises Schweinfurt für dieses Projekt wurde befürwortet. 122 443 Euro der gesamten Investitionssumme von 242 826 Euro werden über Leader-Mittel finanziert. Zur Übergabe des Zuwendungsbescheids an Landrat Florian Töpper war der Leader-Koordinator für Unterfranken, Wolfgang Fuchs, ins Schweinfurter Landratsamt gekommen.  

Thomas Benz, der am Landratsamt das Konzept für das Leader-Projekt erarbeitet hat, stellte vor, was da ab Mitte des Jahres in die Tat umgesetzt werden soll. Eine zentrale Informationseinrichtung mit dem Ziel, die Bevölkerung über Chancen, Risiken, Vorteile und Nachteile erneuerbarer Energien aufzuklären. Sensibilisierung für den Umgang mit Energie, regionale Wertschöpfung und Klimaschutz sollen gefördert werden. Schulen, Bildungseinrichtungen, an neuer Energie interessierte Bürger sind angesprochen, sich im EE-Stützpunkt zu informieren.       

Neue Lehrpfade zu Themen wie Wasser und Sonne

Bis es soweit ist, muss das Gebäude energetisch auf Vordermann gebracht werden. Eine Demonstrationsanlage für eine autarke Energieversorgung soll entstehen, Stromerzeugung aus diversen erneuerbaren Energien gezeigt werden. Heizen und Verkehr in Zeiten des Klimawandels werden weitere Schwerpunkte sein. 

Um nicht nur das Gebäude aufzuwerten, sondern auch das Umfeld attraktiver beziehungsweise familientauglicher zu machen, sind neue Lehrpfade zu den Themen Wasser und Sonne, Mitmachstationen und ein kindgerechter Erlebnisweg geplant. Regelmäßige Vorträge, die Einbindung von Forschung und Lehre, Ladestation für E-Auto und E-Bike erhöhen den Nutzwert.   

"Wir wollen zeigen was im Hinblick auf erneuerbare Energien möglich ist", so Landrat Florian Töpper. Die Tage des alten Windstützpunktes, einem Container auf Schotterfläche, sind gezählt.

Der Windstützpunkt mit Windlehrpfad bei Schwanfeld im Landkreis Schweinfurt im Jahr 2014. Inzwischen ist der Info-Pavillon in die Jahre gekommen, außerdem steht eine umfangreiche energetische Sanierung an.  
Der Windstützpunkt mit Windlehrpfad bei Schwanfeld im Landkreis Schweinfurt im Jahr 2014. Inzwischen ist der Info-Pavillon in die Jahre gekommen, außerdem steht eine umfangreiche energetische Sanierung an.   Foto: Anand Anders

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Schwanfeld
  • Helmut Glauch
  • Alternative Energien
  • Energiegewinnung
  • Energiewende
  • Florian Töpper
  • Klimaschutz
  • Kreistage
  • Landräte
  • Stromerzeugung
  • Verkehr
  • Wind
  • Wirtschaftsbranche Energieerzeugung und -Versorgung
  • Wolfgang Fuchs
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
1 1
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!