Schweinfurt

Wofür die Stadt Schweinfurt einen Klimaschutzmanager braucht

Ein Budget von 30 000 Euro für die Mobilitätswoche 2020, wie es die SPD beantragt hatte, wird es nicht geben. Doch mehr Unterstützung. Das Umweltreferat stockt auf.
Solaranlagen auf dem eigenen Dach können sich lohnen. Die Stadt hat ein Solarkataster erstellt, in dem sich alle Schweinfurter anschauen können, ob ihr Dach für eine Photovoltaikanlage geeignet ist.
Solaranlagen auf dem eigenen Dach können sich lohnen. Die Stadt hat ein Solarkataster erstellt, in dem sich alle Schweinfurter anschauen können, ob ihr Dach für eine Photovoltaikanlage geeignet ist. Foto: Thinkstock

Eine ganze Planstelle nur für die Durchführung der Mobilitätswoche in Schweinfurt 2020? Nicht nur bei Armin Seebauer, Personalleiter der Stadt Schweinfurt, kam dieser Antrag der SPD zu den Haushaltsberatungen des Haupt- und Finanzausschusses am Montag nicht besonders an. Ein Budget von 30 000 Euro hatte Stadträtin Marietta Eder außerdem beantragt, mit dem die Arbeitsgruppe Klimafreundliche Mobilität die Mobilitätswoche im kommenden Jahr planen und durchführen sollte; unterstützt von einer Vollzeitstelle in der Stadtverwaltung. Letztere wird es geben,und in diesem Punkt kam ein Antrag der SPD, gestellt von Johannes Petersen, uneingeschränkt durch: Das Umweltreferat stockt um eine Planstelle auf. Gefordert hatte der SPD-Antrag eine Planstelle für die Umsetzung des Klimaschutzkonzepts der Stadt.

Nach den Plänen der Verwaltung soll es eine Art Klimaschutzmanager sein, so Umweltreferent Jan von Lackum. Denkbar wäre, dass diese Stelle vom Staat gefördert wird, bemerkte Stefan Funk (CSU), möglicherweise sogar mit bis zu 50 Prozent. Der oder die Mitabeiter/in soll laut Verwaltung dann auch die Planung und Organisation der Mobilitätswoche 2020 unterstützen. Schon bei der Premiere der Veranstaltungswoche habe das Umweltreferat der Stadt die Organisatoren der Agendagruppe unterstützt, betonten Seebauer und von Lackum. Und nicht nur dieses Referat, sondern auch andere Stellen der Stadtverwaltung. Dass man bereit sei, die Mobilitätswoche 20202 noch stärker zu unterstützen, versicherte auch Oberbürgermeister Sebastian Remelé. Marietta Eder allerdings war das nicht genug. Sie wollte Details dieser Unterstützung konkret festgehalten wissen.

Kompromissvorschlag führt zur Entscheidung

Auch Reginhard von Hirschhausen (Bündnis 90/Die Grünen) unterstützte die Zielrichtung des SPD-Antrags. Die Agendagruppe mit Manfred Röder an der Spitze habe mit der Erstauflage der europaweiten Mobilitätswoche in Schweinfurt eine beeindruckende Veranstaltungswoche hingelegt, doch ein Budget von 2000 Euro sei nicht genug; er fordere eine Erhöhung auf 20 000 Euro. Am Ende war es ein Kompromissvorschlag von Adi Schön (proschweinfurt), der eine Mehrheit fand: 5000 Euro werden der Agendagruppe für die Veranstaltung 2020 zur Verfügung gestellt, plus die Unterstützung durch das Umweltreferat. Zu wenig nach Ansicht von Marietta Eder. Ihres Wissens nach sprengen die Kosten schon für 2019 diesen Rahmen. Sie forderte 10 000 Euro plus Unterstützung. Ein Antrag, der nur fünf Unterstützer fand.

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Schweinfurt
  • Katja Beringer
  • Bündnis 90/ Die Grünen
  • Bürgermeister und Oberbürgermeister
  • CSU
  • Kommunalverwaltungen
  • Planung und Organisation
  • Pläne
  • SPD
  • Sebastian Remelé
  • Stadt Schweinfurt
  • Stadträte und Gemeinderäte
  • Stefan Funk
  • Städte
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!