Gerolzhofen

Wozniak: "Feuerwehr ist nicht der Buhmann"

Bürgermeister nimmt Wehr in Schutz und verweist wegen Brandschutz auf Versäumnisse der Stadt

Ein Hauptthema für die beiden Kommandanten der Gerolzhöfer Feuerwehr in den zurückliegenden Monaten war - was wohl niemanden verwundern dürfte - der Brandschutz: Zahlreiche Vorort-Termine, Besprechungen mit Bürgermeister, Bauamt, Stadtrat und dem Landratsamt gemeinsam mit zahlreichen Telefonaten waren hierzu nötig. Tendenz weiter stark steigend. Vom Alten Rathaus, über das Bürgerspital mit Stadtbibliothek, der Grund- und Mittelschule bis hin zu Stadthalle und Kindergarten - bei all diesen Objekten waren brandschutztechnische Überlegungen nötig.

Hier sehe sich die Feuerwehr mit einer akuten Falschmeldung aus der Bevölkerung konfrontiert, kritisierte Kommandant Roland Feller in der Jahreshauptversammlung der Wehr. Es werde kolportiert, dass die Feuerwehr diese Objekte geschlossen habe. Manche Stimmen würden sogar noch weitergehen, so Feller, und würden der Feuerwehr unterstellen, der Stadt damit schaden zu wollen. Sowohl der Kommandant als auch Bürgermeister Thorsten Wozniak waren hier um Richtigstellung bemüht.

Die Feuerwehr schaffe keine Verordnungen, sie müsse sie lediglich kontrollieren, da sie im Falle eines Unfalls bei Nichteinhaltung der Verordnungen haftbar gemacht werden könne. Die Feuerwehr treffe keine Schuld, sondern es sei seitens der Stadt in der Vergangenheit viel zu lange geschludert worden. Die Feuerwehr sei stets bemüht, einen Mittelweg zu gehen und zu unterstützen, wo man nur könne. Aussagen, die das Gegenteil behaupten, seien gänzlich falsch. "Die Feuerwehr ist hier zu Unrecht der Buhmann", stellte Bürgermeister Wozniak ausdrücklich klar. "Das Thema ist seitens der Stadt viel zu lange vernachlässigt worden."

Großer bürokratischer Aufwand

Die Stadt müsse künftig auch mehr tun, um die Feuerwehr bei der anfallenden Bürokratie zu unterstützen, sagte Wozniak. Besonders auf die Kommandanten einer so großen Wehr kämen in der heutigen Zeit bürokratische Herausforderungen zu, die auf freiwilliger Basis, neben dem normalen Berufs- und Familienleben, kaum mehr zu bewerkstelligen seien. Auch hier versprach der Bürgermeister baldige Besserung.

Die Bevölkerung blicke immer genauer und zum Teil auch kritischer auf die Arbeit der Feuerwehr, besonders deshalb dankte Thorsten Wozniak den Feuerwehrleuten, dass sie weiterhin bei der Stange blieben und sich nicht davon beirren ließen.

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