Schweinfurt

Wüten der Nazis eine Schande

Nationalsozialisten haben in Schweinfurt am 10. November 1938 jüdische Bürger der Stadt bedroht, misshandelt, sie durch die Straßen getrieben, die Einrichtung des jüdischen Gemeindehauses und der Synagoge in der Siebenbrückleinsgasse demoliert.
Margarita Calvary ist die einzige in Schweinfurt geborene Jüdin, die in ihre Heimatstadt zurückkehrte. Die am Sonntag enthüllte Tafel mit vielen Informationen über die einstige jüdische Gemeinde in Schweinfurt nannte sie eine „wichtige ... Foto: FOTO Waltraud Fuchs-Mauder
Rund 300 Bürger wohnten am gestrigen 9. November einer beeindruckenden Gedenkfeier bei. Schon der von Josef Krug (Bad Brückenau) geschriebene und von Laura Reusch (IG-Metall-Jugend) vorgetragene Text „Fahrpläne, Dienstpläne“ ging unter die Haut. Krug beschrieb darin die Todeszüge in die Konzentrationslager, das „Herausprügeln aus den Waggons“ und das „Aussortieren“ an den Bahnrampen, wo Mädchen die „Puppen entrissen“ wurden.
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