Schweinfurt

Zugführer übersah Haltesignal

Gegen eine Geldauflage stellte das Amtsgericht die "Gefährdung des Bahnverkehrs" beim Rangieren auf dem Schweinfurter Hauptbahnhof ein. Foto: Patty Varasano

Am Abend des 21. November letzten Jahres fährt der 41-jährigen Zugführer seinen Triebwagen von der Zugtankstelle des Schweinfurter Hauptbahnhofs (Gleis 19) in Richtung des Gleises 81, um den Triebwagen dort abzustellen. Dabei missachtet er ein Haltesignal, gerät auf das Stumpfgleis 101, wo er eine Gleissperre überfährt – und sein Triebwagen entgleist. Dabei werden 19 Betonschwellen beschädigt. Der Schaden: knapp 27 000 Euro. 

So steht es in der Anklage der Staatsanwältin. So bestätigen es auch der Angeklagte und sein Verteidiger. Die fahrlässige Gefährdung in diesem Fall des Zugverkehrs bestreiten sie nicht. Der Angeklagte weiß nicht, wie ihm das passieren konnte, dass er das Signal übersieht. Das Positive daran sei nur, dass es beim Rangieren passierte und nichts entgegenkommen konnte, wie etwa während einer Zugfahrt.

Schaden komplett beglichen 

Er habe in der Zwischenzeit sämtliche Prüfungen wiederholen müssen und fahre auch wieder, und zwar beanstandungsfrei, sagt der Angeklagte. Sein Verteidiger: "Der Schaden wurde komplett beglichen." Und: Ohne die Gleissperre wäre wahrscheinlich gar kein Schaden entstanden, was den Fahrfehler nicht entschuldigen solle.        

Dass das keine Lappalie gewesen sei, sondern schwerwiegend, gerade bei einem Triebwagen, betonen der Amtsrichter und die Staatsanwältin. Aufgrund der vorliegenden Umstände können sie sich aber eine Einstellung des Verfahrens vorstellen. So kommt es dann auch. Gegen eine Geldauflage von 1000 Euro wird die Sache eingestellt. Über den Betrag darf sich die Kindertafel freuen. 

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