Abersfeld/Marktsteinach

Zum 25. Mal: Wir warten aufs Christkind

Basteln, Geschichten hören und dann noch ein Würstchen: Warum manchmal das Warten aufs Christkind schon Besonderes sein kann. Und auch die Eltern glücklich macht.
Mit Bastelarbeiten verkürzt sich die Zeit bei der Aktion 'Wir warten aufs Christkind'. Foto: Christian Margraf
Mit Bastelarbeiten verkürzt sich die Zeit bei der Aktion "Wir warten aufs Christkind". Foto: Christian Margraf Foto: Christian Margraf

 Wenn das letzte Türchen am Adventskalender geöffnet ist, sehnen die Kinder den Heiligen Abend erwartungsvoll herbei. Doch oft bedeuten die Stunden bis zur Feier am 24. Dezember für die Eltern viel Stress und Hektik. Geschenke sind bereitzulegen, ein Festessen ist zu richten und Großeltern kommen zur Familienfeier und der Christbaum wird geschmückt. Während die Eltern mit großer Geschäftigkeit die Zeit verbringen, stellt sich die Frage: Wohin mit den Kids?

"Was für ein Wahnsinn. Seit 25 Jahren gibt es diese tolle Veranstaltung!", meint Christian Margraf, der von Anfang an im Organisationsteam dabei ist. 1993 riefen der damalige Pfarrer von Marktsteinach Werner Kirchner und die Verantwortliche der pfarreilichen Jugendarbeit Diana Mantel dieses Angebot ins Leben. So wurden im Pfarrsaal Marktsteinach am Heiligen Abend von 10 bis 14 Uhr den Kindern Geschichten vorgelesen, mit ihnen gebastelt und gespielt. "Die Idee hat bombig eingeschlagen", freut sich Christian Margraf.

Lesen, spielen, basteln im Angebot

Der Pfarrsaal konnte die von Jahr zu Jahr steigende Kinder- und Betreuerzahl nicht mehr fassen. Auch ging nach einigen Jahren die Kinderbetreuung am Heiligen Abend in die Hände des Malteser Ortsverbandes über. Vor sieben Jahren ist dieses Angebot in den Nachbarort Abersfeld umgezogen. Hier einen Steinwurf weit vom Stützpunkt des Malteser Ortsverbandes entfernt kommen die Kinder in das Sportheim der DJK Abersfeld .

Am 24. Dezember 2017 waren hier 70 Kinder mit ihren 40 Betreuern zu Gast. Für Christian Margraf ergeben sich für die Organisation klare Vorteile: "Es ist logistisch besser und man kann die einzelnen Workshops räumlich auseinander ziehen". Im Saal warten Bastelangebote auf die Kinder, im kleinen Raum dürfen die Kinder Papierflieger zum Zeitvertreib durch die Luft schwirren lassen. "Für alle, die keinen Bock zum Basteln haben", erklärt Julia Sauer. Sie ist mit Michaela Voit, Lena Müller und Luisa Mantel verantwortlich, dass bei den Bastelarbeiten alles reibungslos läuft.

Intensive Vorbereitungen

Dazu gilt es, die für das jeweilige Angebot notwendigen Materialen zu besorgen und genügend Scheren, Stifte und Kleber bereit zu halten. Sicherheit ist dabei für Julia Sauer, die auch eine Malteser Jugendgruppe leitet, wichtig: "Manchmal verwenden wir auch die Heißklebepistole, deshalb brauchen wir sehr viele Betreuer. Wenn jüngerer Kinder teilnehmen, liegt der Betreuungsschlüssel bei eins zu eins. Generell sollen aber alle Kinder ihre Arbeiten selber ausführen.

Weihnachtsplätzchen werden seit Jahren bei der Aktion 'Wir warten aufs Christkind' gebacken. Foto: Christian Margraf
Weihnachtsplätzchen werden seit Jahren bei der Aktion "Wir warten aufs Christkind" gebacken. Foto: Christian Margraf Foto: Christian Margraf

Wenn das Wetter es zulässt, dürfen die älteren Jungs zum Fußballspielen auf das Freigelände rund ums DJK Heim. Ein Highlight ist für die Kinder das Plätzchenbacken. In der Gaststube werden eifrig die Plätzchen ausgestochen und verziert. "Wenn sie in der Küche gebacken sind, kommen sie vorerst nicht mehr zu den Kindern, denn wir wollen jedem von ihnen ein Tütchen voll mit nach Hause geben", erläutert Luisa Mantel.

Einen breiten Raum nimmt beim Betreuungsprogramm auch der Hinweis auf den religiösen Hintergrund des Weihnachtsfestes ein. "Warum es dieses Fest gibt, das wissen die meisten schon". Mit den Jüngeren werden Bilderbücher zum Thema Weihnachten angeschaut und den Größeren werden dazu Geschichten vorgelesen.

Kunstwerk für die Kindermette entsteht

Anspruchsvoller wurde das Bastelangebot. Früher wurden Fensterbilder gefertigt, Orangenpotpourri zusammengestellt oder aus einem Holzstück ein Nikolaus gestaltet. Als Beispiele aus den letzten Jahren nennt Julia Sauer Laubsägearbeiten, Kerzenziehen und Gläsergravur. "Weiße Blätter oder Mandalas haben wir immer zum Malen vorrätig, jedes Jahr", fügt Luisa Mantel hinzu. Für die Kindermette wird alljährlich ein "Gemeinschaftskunstwerk" erstellt, das in der Kirche den Besuchern präsentiert wird.

Da sehr viele Betreuer notwendig sind, ist es gut, dass Jugendliche schon ab 14 Jahren mithelfen können. Viele von ihnen wie Julia Sauer oder Luisa Mantel haben als Kinder an der Betreuung am Heiligen Abend teilgenommen.

Neben Christian Margraf kümmert sich Uwe Lehrach um Verwaltungsaufgaben und dessen Schwägerin Monika Lehrach ist seit einigen Jahren zuständig für das Mittagessen. Würstchen, Ketchup, Senf und Brötchen fanden schon 24 Mal guten Zuspruch bei den Kindern und deshalb wird das alles auch heuer auf den Speiseplan stehen.

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