Röthlein

Ärger über die Kreissparkasse Luft gemacht

Der Schreck sitzt tief: Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die Kreisparkasse ihre Filiale in Röthlein schließen und die mobilen Angebote in Heidenfeld und Hirschfeld einstellen wird. Eine infrastrukturelle "Kahlschlag"-Entscheidung für den ländlichen Raum und eine Diskriminierung gerade der älteren immobilen Bevölkerung, wie es Bürgermeister Peter Gehring in einem Brief an Landrat, Sparkassenvorstände und Verwaltungsräte formulierte und für den er nun - sichtlich erfolgreich - im Gemeinderat für Unterstützung warb.

Schon in der vergangenen Sitzung Thema, wurde erneut über einen Antrag von Martina Braum auf Übernahme der Kindergartenbeiträge für den Heidenfelder Kindergarten für die Monate April, Mai, Juni diskutiert. Braums Anliegen: Der Freistaat übernimmt die Kosten bei Nichtbesuch, bei Nutzung der Notbetreuung aber nicht. Da sei selbst bei zwei Tagen der volle Betrag fällig gewesen. "Unfair", sagt Braum, schließlich seien es gerade die systemrelevanten Eltern gewesen, die während der Pandemie die Last getragen hätten.

Die Kostenübernahme durch die Gemeinde sieht sie als "ein Akt der Wertschätzung" wie sie Bernd Wehner ihren Antrag erklärt. Nach Gesprächen mit der Leitung und den Trägern aller drei Kindergärten wurde nun bei zwei Gegenstimmen ein Kompromiss gefunden: Die Gemeinde übernimmt die anfallenden Kosten für die Monate April und Mai von insgesamt gut 6500 Euro in allen drei Kindergärten, den Juni tragen die Eltern.

Um Kosten ging es auch bei Kämmerin Lena Seifert; sie stellte die Jahresrechnung 2019 vor. Der Haushalt hat sich im Rechnungsergebnis weiter positiv entwickelt und schloss mit einem Gesamtvolumen von gut 12,6 Millionen Euro. Der Schuldenstand ist trotz einiger großer Investitionen (Dorfplätze, Kanuanlegestelle, Straßensanierung) weiter gesunken, durch Steuermehreinnahmen und nicht benötigte Haushaltsmittel konnten dem Vermögenshaushalt Ende 2019 erfreuliche 1,26 Millionen Euro zugeführt werden.

Der Rechenschaftsbericht wird nun dem Rechnungsprüfungsausschuss vorgelegt, geprüft wird von der Kämmerin auch noch, wie Simon Stock nachfragte, warum im Vergleich zum Vorjahr im Posten Verwaltungs- und Betriebsaufwand knapp 500 000 Euro mehr stehen.

Entschieden wurde dann vom Gemeinderat eine Erhöhung der Leihgebühr für sogenannte Standrohre für den Wasserbezug aus Hydranten bei Baustellen oder dem Befüllen von Pools von fünf auf zehn Euro. Weiter wird sowohl für den Wasserverbrauch als auch die Kanalbenutzung eine Pauschale von 3.60 Euro je Kubikmeter entnommener Wassermenge verlangt.

Jürgen Lorenz wies auf gefährliche Flussrinnen in Heidenfeld  hin, doch die Straßenbaumaßnahme müsste die Gemeinde tragen - eine teure Angelegenheit, die im aktuellen Haushalt nicht eingeplant ist. 

Simon Stock fragte nach dem - von Florian Kress in Spiel gebrachten - Neubürgerempfang. Der sei, so der Bürgermeister, erstmal Corona bedingt auf Eis gelegt. Aktuell werde darüber diskutiert, ob der traditionelle Neujahrsempfang der Gemeinde überhaupt stattfinden kann.

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