Unterspiesheim

Alkoholpräventionspreis: Tränen bei Workshopteilnehmern

Mit ihrem Alkoholpräventionspreis wirbt die Stadt Schweinfurt für reflektierten Alkoholkonsum bei Jugendlichen. Bei einigen Teilnehmern führte die Reflektion zu Tränen.
Die Gewinnerinnen und Gewinner des Alkoholpräventionspreises sowie des Preises für die besten karnevalistischen Ideen 2019.
Foto: Aaron Niemeyer | Die Gewinnerinnen und Gewinner des Alkoholpräventionspreises sowie des Preises für die besten karnevalistischen Ideen 2019.

Am Montag wurde der zum Faschingszug ausgelobte Alkoholpräventionspreis der Stadt Schweinfurt in der Schweinfurter Rathausdiele vergeben. Zudem wurden die besten karnevalistischen Ideen des diesjährigen Zuges geehrt.

Fasching als ein reines Saufgelage? Das will wohl niemand. Um eine Gegenkultur zum steigenden Alkoholkonsum bei Faschingsveranstaltungen zu schaffen, hatte die Stadt Schweinfurt deswegen einen Alkoholpräventionspreis für die besten Ideen zum Thema Fasching ohne Alkohol ausgelobt.

Sensiblerer Umgang mit Alkohol bei Faschingszügen

„Unsere Bestrebung war nicht, Alkohol bei Fasching zu verbieten, das ginge gar nicht", erklärte Helmuth Backhaus, Fachmann für Suchtprävention der Stadt Schweinfurt, das Konzept hinter dem Preis. "Wir wollen erreichen, dass die Leute sich überhaupt mal Gedanken über Fasching und Alkohol machen.“ Er wünsche sich, dass die Veranstalter von Faschingsumzügen sensibler mit der Thematik umgehen würden, und auch die Beteiligten der Umzüge sich ihrer Vorbildsfunktion bewusst würden. „Wenn Fasching nur noch Saufen ist, dann ist es nicht mehr mein Fasching“, so der Suchtfachmann, der sich selber als faschingsaffin bezeichnet.

Gewonnen hat den Preis die Tanzschule "Tanz an!" aus Schwebheim mit ihrem Workshop "Echt sein". Die Teilnehmer des Workshops hatten zusammen erarbeitet, inwiefern Alkoholkonsum mit Druck von außen zusammenhänge. Das Ergebnis: Viele junge Menschen würden trinken, um lockerer zu werden, weswegen sich die Frage stelle: "Was daran ist wirklich echt?" Sehr emotional sei der Workshop gewesen, berichtet Tanzlehrerin Katja Möhring. Einige Teilnehmer hätten sogar geweint, als klar wurde, was sozialer Druck eigentlich mit uns macht. "Dabei wurde klar, dass das nicht von selber kommt, sondern von außen.“

600 Euro Preisgeld für die ersten drei Plätze

„Man kann und soll beim Fasching Spaß haben, ohne Alkohol zu benötigen“, sagte der Schweinfurter Oberbürgermeister Sebastian Remelé, der den Gewinnern gratulierte. Mit 300 Euro war der erste Platz des Wettbewerbs prämiert. Die Mitglieder des Schweinfurter AFC Ball Bearings erreichten mit ihrem Beitrag den zweiten Platz und erhielten dafür 200 Euro. Den Dritten Platz erreichten die Schweinfurter Turnvereine. Dafür gab es ein Preisgeld von 100 Euro.

Zusätzlich wurden die besten karnevalistischen Ideen beim diesjährigen Fasching prämiert. Der erste Platz ging an "Disco Disco Unterspiesheim" die mit ihrem Motivwagen ein gallisches Dorf aus den Asterix-Comics präsentierten. Zweiter wurde das Piratenschiff des Elferrats des Oberthereser Carneval Vereins, Dritter der Wagen „Schweine und Metzger“ des Karnevalsvereins Oberwerrn.

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