HEIDENFELD

Auf der Suche nach Quellen und Visionen

Kreativ und kommunikativ begegneten sich die Teilnehmer des Töpfer-Workshops im Kloster Heidenfeld: Schwester M. Julia zeigt, wie aus einem Tonklumpen etwas Ansehnliches werden kann.
Foto: Daniela Schneider | Kreativ und kommunikativ begegneten sich die Teilnehmer des Töpfer-Workshops im Kloster Heidenfeld: Schwester M. Julia zeigt, wie aus einem Tonklumpen etwas Ansehnliches werden kann.

Der Sinn steckt schon im Wort Begegnungstage. Seit 2004 veranstaltet die Kongregation der Schwestern des Erlösers aus sozialen und kommunikativen Gründen alle zwei Jahre ebensolche Tage für ihre Mitarbeiter sowie die Ordensschwestern. Abseits des beruflichen Alltags gilt es, in ungezwungener Atmosphäre den anderen kennenzulernen, miteinander vertraut zu werden, aber auch mit dem Sendungsauftrag der Kongregation.

Gut 500 der 900 Mitarbeiter der verschiedensten Einrichtungen der Erlöserschwestern nutzten an zwei Tagen das vielfältige Angebot im Kloster Heidenfeld. Gemeinsam ging es auf ganz unterschiedliche Weise thematisch auf „Quellensuche“.

500 Teilnehmer

Das Vormittagsprogramm mit offizieller Begrüßung durch Generaloberin Schwester M. Juliane Friedrich und musikalischem Rahmenprogramm kreiste schwerpunktmäßig um die „Literarische Quellensuche“, hier nahm der Würzburger Schauspieler und Theologe Markus Grimm die Teilnehmer mit ausgewählten Werken von den Gebrüdern Grimm bis hin zu Khalil Gibran mit auf Entdeckungsreise ins „Innere“.

Nach einem geselligen Mittagessen ging es dann in insgesamt 20 Workshops um das kreative, musische, sportliche, informative und meditativ-spirituelle Miteinander. Auf dem Programm: eine breite Palette von Tanz, Musik und Vorträgen, über Töpfern, Fleurogami und Klangschalen-Meditation bis hin zu Auto-Wettrennen mit ferngesteuerten Autos und Klosterlauf.

Bereits zum fünften Mal organisierte die 2003 ins Leben gerufene Arbeitsgruppe (Generalassistentin Schwester M. Lydia Wießler, Personal- und Verwaltungsleiter Wilhelm Pfister, Norbert Reuther, Personalleiter im Sankt-Josef-Krankenhaus, und Medizinkontroller Dr. Donatus Bremer) mit großem Erfolg und der Hilfe vieler Engagierter die „Begegnungstage“, die in erster Linie als „Dank und Wertschätzung“ zu verstehen sind.

Die Aktion ist so erfolgreich, weil es in großen Unternehmen mit so unterschiedlichen Mitarbeitern mehr als wichtig ist, zwischenmenschliche Töne anzuschlagen und Begegnungen zu ermöglichen, die mal in ganz unkomplizierter, vom Alltag losgelöster Stimmung passieren.

Und das ist dann auch der Eindruck, der sich dem Betrachter bietet: Im idyllischen Klosterinnenhof tanzen einige Workshop-Teilnehmerinnen selbstvergessen um den Brunnen. Im Dachgeschoss wird unter Anleitung der gut 80-jährigen Schwester Julia Saam getöpfert, während sich eine Gruppe mit Walking-Stöcken durch die Botanik kämpft und der Heidenfelder Feuerwehrkommandant Werner Volland den richtigen, weil lebenswichtigen Umgang mit dem Feuerlöscher erklärt.

Zwischenmenschliche Töne

Die Stimmung ist bestens, die Teilnehmer sind begeistert. Der Tag hat sie alle ein Stückchen näher rücken lassen und auch einen besseren Einblick in das Anliegen der Kongregation gewährt. Das Andenken-Lesezeichen mit dem Motto „Auf die Vision kommt's an“, das es für alle Teilnehmer nach einem abschließenden Wortgottesdienst gab, machte allen klar: Nur gemeinsam bauen die Menschen eine lebenswürdige Wirklichkeit, und Begegnungstage wie die in Heidenfeld sind auf diesem Weg wichtige Bausteine.

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