GEROLZHOFEN

Bahnlinie soll wieder befahrbar sein

Bahn frei: Die Deutsche Regionaleisenbahn kommt ihrer Verpflichtung nach und befreit – wie hier an der Weiße Marter in Gerolzhofen – die Linie Gochsheim-Kitzingen/Etwashausen vom Bewuchs.
Foto: Norbert Finster | Bahn frei: Die Deutsche Regionaleisenbahn kommt ihrer Verpflichtung nach und befreit – wie hier an der Weiße Marter in Gerolzhofen – die Linie Gochsheim-Kitzingen/Etwashausen vom Bewuchs.

(fi) Es tut sich zur Abwechslung mal wieder etwas an der Bahnlinie Gochsheim-Gerolzhofen-Etwashausen, die im Dornröschenschlaf zu versinken schien und teilweise schon von Grünbewuchs überwuchert war. Anfang Februar hat der Betreiber dieses gut 40 Kilometer langen Abschnitts der Nebenbahn damit begonnen, die Trasse freizuschneiden. Gerhard Curth (Berlin), Geschäftsführer der Deutschen Regionaleisenbahn (DRE), bestätigte am Dienstag auf Anfrage, dass die Strecke wieder in einen befahrbaren Zustand gebracht werden soll.

Die DRE kommt damit offensichtlich einer Aufforderung der Aufsichtsbehörde, der Regierung von Mittelfranken, nach, die Strecke bis zum 30. April so herzurichten, dass dort wieder Fahrbetrieb möglich ist. Im Moment ist die Nebenbahn auf der gesamten Länge gesperrt - genau bis zum Stichtag 30. April.

Gerhard Curth sagte gegenüber dieser Zeitung, dass über den Freischnitt hinaus auch andere Arbeiten erledigt werden sollen. Welche Arbeiten das sind, werde sich zeigen, wenn der Freischnitt beendet ist. Curth versicherte aber, dass die Linie nach dem 30. April wieder freigegeben wird.

Dietmar Parakenings, Vorsitzender des Fördervereins Steigerwald-Express, sagt, dass am dringendsten zurzeit die Sicherungsanlagen an den Bahnübergängen und die maroden Weichen in den Bahnhöfen Grettstadt und Lülsfeld wären. Diese Weichen haben Holzschwellen, die schon halb verrottet sind und müssten erneuert werden. Ansonsten sei es aber ein großer Vorteil der Strecke, dass die Gleise auf nahezu unverwüstlichen Betonschwellen liegen. Neben den genannten Arbeiten müssten die Verkehrszeichen an der Strecke wieder sichtbar sein, meint Parakenings.

Seit März 2007 ist die Strecke auf dem Abschnitt Großlangheim-Kitzingen/Etwashausen wegen eines Blindgängerverdachts nicht mehr befahrbar. Der Verdacht bestätigte sich nicht. Das war im Mai 2009 klar. Trotzdem wartet dieser Abschnitt seitdem auf eine Wiederfreigabe. Im Gegenteil: Seit dem 3. März 2010 ist die Strecke auf der gesamten Länge von Kitzingen bis Gochsheim wegen Oberbauschäden gesperrt (ab Gochsheim bis Schweinfurt-Hauptbahnhof ist die Netz-AG der Deutschen Bahn Betreiber).

Aufgrund der Sperrung und der Tatsache, dass sich monatelang nichts an der Strecke getan hat., wurden geplante Sonderfahrten von Gerolzhofen zur kleinen Landesgartenschau in Kitzingen inzwischen abgesagt. Eine Bewerbung für die Fahrten, so Dietmar Parakenings, hätte nur Sinn gehabt, wenn sichergestellt gewesen wäre, dass sie auch tatsächlich über die Schiene gehen können.

Der Förderverein hatte– bedingt durch die Sperrung – seine Aktivitäten auf Sparflamme zurückgefahren. Wie es nun weitergeht, konnte Parakenings am Dienstag noch nicht sagen. Man werde erst einmal den 30. April abwarten.

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