Stammheim

Bauarbeiten für Kindergartenerweiterung haben begonnen

Der gemeindliche Kindergarten an der Mainaue in Stammheim wird derzeit für eine zusätzliche Kleinkindgruppe erweitert. Ebenso wird ein Fluchttunnel im Untergeschoss errichtet, damit bereits ab September mehr Kinder aufgenommen werden können. Bei einer Baustellenbesichtigung machten sich Kolitzheims Bürgermeister Horst Herbert und Kindergartenleiterin Ilse Koßner vor Ort ein Bild vom Baufortschritt.
Der gemeindliche Kindergarten an der Mainaue in Stammheim wird derzeit für eine zusätzliche Kleinkindgruppe erweitert. Ebenso wird ein Fluchttunnel im Untergeschoss errichtet, damit bereits ab September mehr Kinder aufgenommen werden können. Bei einer Baustellenbesichtigung machten sich Kolitzheims Bürgermeister Horst Herbert und Kindergartenleiterin Ilse Koßner vor Ort ein Bild vom Baufortschritt. Foto: Laura Dorsch

Um den großen Bedarf an Kleinkind-Betreuungsplätzen abdecken zu können, wird am gemeindlichen Kindergarten in Stammheim ein Anbau realisiert. Die Rohbauarbeiten, welche von der Firma Stenzinger aus Röthlein ausgeführt werden, sind gerade in vollem Gange.

Bürgermeister Horst Herbert und Kindergartenleiterin Ilse Koßner überzeugten sich bei einem Besichtigungstermin vor Ort vom Baufortschritt. Damit bereits im September wie geplant die doppelte Zahl an Krippenkindern aufgenommen werden kann, musste ein neun Meter langer barrierefreier Fluchttunnel errichtet werden, sodass der Mehrzweckraum im Untergeschoss über einen zweiten Rettungsweg verfügt und übergangsweise auch mit Kindern unter drei Jahren genutzt werden kann. Denn der bisherige zweite Rettungsweg mittels Fensterausstieg ist für diese Altersgruppe nicht geeignet.

Im Anschluss an den Tunnel werden ebenfalls auf der Westseite in Richtung alter Sportplatz die neuen Räumlichkeiten zur Unterbringung einer weiteren Gruppe angesetzt. So entstehen ein Ruheraum sowie Gruppenraum. Das WC wird in einem Lagerraum im Bestand realisiert. Der aufgrund der Hanglage aufgeständerte Anbau erhält ein Pultdacht mit Holzdachstuhl, Dämmung und Ziegeleindeckung.  

Die Gesamtkosten des Projektes betragen gut eine halbe Million Euro. Etwas mehr als die Hälfte davon erhält die Gemeinde aus staatlicher Förderung, wie Kämmerer Werner Knoblach mitteilte. Darin enthalten ist auch ein nicht unerheblicher Teil Sonderfördermittel, die im vergangenen Jahr noch rechtzeitig beantragt werden konnten, ehe die Mittel ausgeschöpft waren.

Besonders vorteilhaft schätzt Architekt Benedikt Gerber aus Werneck diese Art der Erweiterung durch den Anbau auf der Westseite ein. Zwar wurden im Vorfeld auch andere Lösungen diskutiert, allerdings müsste hier nicht in die Außenanlagen eingegriffen werden, da die Fläche ohnehin derzeit nicht genutzt wird, bestätigte auch Bauamtsleiter Robert Herbig von der Gemeindeverwaltung. Zudem könnten auch die vorhandenen Strukturen im Bestandsgebäude, wie der barrierefreie Zugang und andere Räumlichkeiten genutzt werden, fügte er an. Einrichtungsleiterin Ilse Koßner sieht neben den kurzen Wegen auch in pädagogischer Hinsicht große Vorteile, wenn sowohl Kindergarten als auch die Krippe in einem Gebäudekomplex untergebracht sind.

Ebenso können mit der Maßnahme alle aktuellen Wärme-, Schall- und Brandschutzanforderungen umgesetzt werden. Das gesamte Projekt soll im Sommer 2021 abgeschlossen sein. 

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