Unterspiesheim

Bauausschuss im Kindergarten und im Feuerwehrhaus

Blich aus dem ersten Stock des neuen Feuerwehrhauses auf den Kreisverkehr in Unterspiesheim. Hier ist die Ausfahrt für die Feuerwehrfahrzeuge im Einsatz geplant.
Foto: Erhard Scholl | Blich aus dem ersten Stock des neuen Feuerwehrhauses auf den Kreisverkehr in Unterspiesheim. Hier ist die Ausfahrt für die Feuerwehrfahrzeuge im Einsatz geplant.

Zwei Baustellen besichtigte der Bauausschuss des Kolitzheimer Gemeinderats im Ortsteil Unterspiesheim. Den Neubau des Feuerwehrhauses in Unterspiesheim, dessen Richtfest vor kurzen gefeiert wurde, stellte Petra Zinser vom Architekturbüro Florian Göger vor. Sie berichtete über den aktuellen Stand der Baumaßnahme.

Das Dach aus Trapezblechen werde in den nächsten Tagen aufgebracht, so könnten die Arbeiten ohne Verzögerung weitergehen. Lieferschwierigkeiten gebe es bei der Isolierung, die unter dem Dach angebracht werden soll. Man rechne mit einer Lieferung erst bis Mai/Juni. Sehr zufrieden äußerten sich Zinser und Robert Herbig, der Leiter des Bauamtes der Gemeinde Kolitzheim, über die Firma Siebensohn und Dorsch: der Zeitplan wurde eingehalten, die Zusammenarbeit funktionierte reibungslos.

Die Ausfahrt für die Feuerwehrfahrzeuge im Einsatzfall sei etwas verlegt worden, sodass die Ausfahrt zügiger erfolgen könne. Die weiteren Arbeiten seien schon vergeben, sodass der Bau zügig weitergehen könne.

Pfarrer Amrehn erläutert den aktuellen Stand beim Bau des neuen Kindergartens in Unterspiesheim. Aufmerksamer Zuhörer: Bürgermeister Horst Herbert
Foto: Erhard Scholl | Pfarrer Amrehn erläutert den aktuellen Stand beim Bau des neuen Kindergartens in Unterspiesheim. Aufmerksamer Zuhörer: Bürgermeister Horst Herbert

Am Neubau des Kindergartens St. Sebastian in Unterspiesheim warteten Pfarrer Thomas Amrehn und Martin Mack, ehemaliger zweiter Bürgermeister auf den Bauausschuss und interessierte Zuhörer. Pfarrer Amrehn erläuterte, dass der Neubau als Erweiterung der bestehenden Kindertagesstätte durch die zunehmende Zahl der Kinder notwendig geworden sei.  Eine Regelgruppe und zwei Kleinkindgruppen sollten hier betreut werden. Im Juli nächsten Jahres soll das Gebäude bezugsfertig sein.

Große Zisterne sammelt Regenwasser

Bürgermeister Horst Herbert informierte, dass die Kirchenstiftung St. Sebastian Bauherr sei und das Gelände in Erbpacht besitze. Aufmerksamkeit erregte die Zisterne. Sie fasst etwa 30 Kubikmeter Wasser. Die Kosten von etwa 10 000 Euro würden sich relativ schnell amortisieren: Die Zisterne werde durch Regenwasser von den Dächern gespeist. Das Wasser werde zur Beregnung des Geländes genutzt. Eine weitere Funktion dieser Zisterne sprach Bürgermeister Horst Herbert an: Da die Kanalisation in der Grettstädter Straße bei starkem Regen an ihre Grenzen kommt, fungiere die Zisterne auch als Regenrückhaltebecken. Die Dachflächen des Kindergartens würden zum Teil begrünt.

Pfarrer Amrehn berichtete, dass der Neubau mit einem großen Schreck begann. Das Gebäude sei durch ein Versehen, abweichend von der Planung, um einige Meter nach Osten verlegt worden. Dies habe sich jedoch im Nachhinein als Vorteil erwiesen, da man nun für die wohl notwendige Erweiterung mehr Platz habe. Sein Dank galt den Nachbarn, mit denen man sich über diese Veränderung gut verständigen konnte.

Das Gebäude sei in eingeschossiger Bauweise so geplant, dass die Gruppen für sich sein können, dass es aber auch leicht möglich sei, sie zusammenzuführen für gemeinsame Spiele. Der Gemeinschaftsraum sei so groß ausgelegt, dass er für eine Erweiterung ausreichend sei. So könne man Kosten sparen. Kinder und Erzieherinnen können das größere Raumangebot genießen.

Preissteigerungen im Baugewerbe könnten Mehrkosten bringen

Die Baukosten lagen bisher im veranschlagten Bereich. Der Seelsorger sprach der Firma Böhner Lob aus, denn die Ausführung der Arbeiten sei im Zeitplan erfolgt. Sorge bereiten Amrehn die jetzt folgenden Arbeiten: Für Gewerke wie Außenputz und Elektroinstallationen sei aufgrund der Preissteigerungen im Baugewerbe mit Mehrkosten von 10 bis 15 Prozent gegenüber der aus dem Jahr 2019 stammenden Kalkulation zu rechnen.

Nicht abzusehen sei, wie sich die Lieferschwierigkeiten für Bauholz auswirken: Die Kubikmeterpreise für Bauholz seien auf dem Weltmarkt von 280 Euro auf 380 gestiegen. Bauholz sei knapp auf dem deutschen Markt. Das bereitet Sorge mit Blick auf die Preise und auf den angepeilten Einzugstermin im Juli nächsten Jahres.

Eric Dittmann sprach das Problem an, dass große Lastwagen Schwierigkeiten haben, die Kirchgasse gut zu passieren. Er machte den Vorschlag, ein zeitlich begrenztes Durchfahrtverbot für Lkw über 7,5 Tonnen zu erlassen. Bürgermeister Horst Herbert will sich diesbezüglich mit der Polizei in Verbindung setzen. Die Sitzung des Bauausschusses wurde dann im Sitzungssaal des Rathauses in Kolitzheim fortgesetzt.

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