Schweinfurt

Bauverein stiftet drei Bäume

Nach den Baumpflanzungen (von links): Günter Schmidt (Vorstand Bauverein), Ralf Brettin (Baureferent), Birgit Umhöfer (Vorstand Bauverein), Ralf Hofmann (Aufsichtsratsvorsitzender Bauverein) und Sebastian Remelé (Oberbürgermeister).
Foto: Peter Leutsch | Nach den Baumpflanzungen (von links): Günter Schmidt (Vorstand Bauverein), Ralf Brettin (Baureferent), Birgit Umhöfer (Vorstand Bauverein), Ralf Hofmann (Aufsichtsratsvorsitzender Bauverein) und Sebastian Remelé ...

Sie sind Sauerstoffproduzenten, Schattenspender und bringen im Sommer Kühlung – ganz klar, Bäume sind für das Stadtklima wichtig. Doch viele Arten leiden unter den Auswirkungen des Klimawandels. Der Bauverein Schweinfurt hat daher Geld in die Hand genommen und in Zusammenarbeit mit dem Servicebetrieb Bau und Stadtgrün der Stadt Schweinfurt drei Bäume in der Spiel- und Erholungsanlage Gartenstadt gegenüber der Geschäftsstelle des Bauvereins gepflanzt. Es handelt sich dabei um eine Blumen-Esche (Fraxinus ornus), eine Silber-Linde (Tilia tomentosa) und einen Perlschnurbaum (Sophora japonica). Sie sorgen nun in der Nähe des großen Spielplatzes für mehr Aufenthaltsqualität, heißt es in einer Pressemitteilung des Bauvereins.

Neben gestalterischen Aspekten waren die maßgeblichen Kriterien bei der Auswahl der Baumarten ihre Standortansprüche, insbesondere ihre Eignung für das Stadtklima. Entsprechend war von besonderer Bedeutung die Hitze- und Trockenheitsresistenz. Mit diesen Eigenschaften können die gepflanzten Bäume den voraussichtlichen Veränderungen des Klimawandels in Städten standhalten.

Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit und Wärmeresistenz zählen Blumen-Eschen, Silber-Linden und Perlschnurbäume im Hinblick auf den Klimawandel zu den Zukunftsbäumen, erklärt der Bauverein in seiner Mitteilung weiter. Die drei Baumarten sind auch als zukunftsträchtige Arten in das Projekt „Stadtgrün 2021 - Selektion, Anzucht und Verwendung von Gehölzen unter sich ändernden klimatischen Bedingungen“ der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau aufgenommen.

Ein weiteres Ziel bei der Auswahl der drei Baumarten war es, eine größere Vielfalt zu erreichen. Zudem wurde auf die Verwendung von Bäumen als Insektennährgehölze geachtet. Diese blühen auch außerhalb des üblichen Blütenzeitraumes der meisten Bäume und schließen damit eine Lücke im Nahrungsangebot mit Pollen und Nektar. Perlschnurbäume und Silber-Linden blühen Ende Juli bis Anfang August und sind damit wichtige Spätsommerblüher und ein wichtiger Nahrungslieferant für Insekten, vor allem Bienen und Hummeln. Wegen ihrer auffälligen Blüten können Schnurbaum und Blumen-Esche auch als Attraktion angesehen werden.

Trotz der vielen günstigen Eigenschaften sind die drei Baumarten in Städten noch eher selten vertreten. So gibt es auf den öffentlichen Grünflächen der Stadt Schweinfurt nach Angaben des Bauvereins heute unter den insgesamt 25 000 Bäumen 95 Blumen-Eschen, 304 Silber-Linden und 111 Perlschnurbäume. Die Baumpflanzung erfolgte durch die Lehrlings-Baugruppe des Stadtgrüns im Servicebetrieb. Der Servicebetrieb Bau und Stadtgrün der Stadt Schweinfurt sorgt künftig für die regelmäßige Pflege.

Der Bauverein Schweinfurt ist mit über 1800 Wohnungen und über 3000 Mitgliedern eine der großen Wohnungsbaugesellschaften der Region. Seine Geschichte begann vor 103 Jahren in der Gartenstadt. Wohnhäuser befinden sich unter anderem am Deutschhof, an der Eselshöhe und im Musikerviertel.

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