Üchtelhausen

Betreuung in der Natur

Alle freuen sich über den gelungenen Start des Waldkindergartens: Bürgermeister Johannes Grebner (von links), die Vorsitzende des Trägervereins Yvonne Erhard-Stumpf, Kerstin Heusinger, Julia Küster, Ulrike Ulrich und Tina Eresmann.
Foto: Rita Steger-Frühwacht | Alle freuen sich über den gelungenen Start des Waldkindergartens: Bürgermeister Johannes Grebner (von links), die Vorsitzende des Trägervereins Yvonne Erhard-Stumpf, Kerstin Heusinger, Julia Küster, Ulrike Ulrich und ...

Seit einigen Wochen grüßt ein in Holz geschnitztes Eichhörnchen auf dem Gelände der DJK Üchtelhausen die „Stüchter Waldkinder“ auf ihrem Weg zum Waldkindergarten. Diesen hat der Trägerverein Sankt Jakobus des bisherigen Kindergartens im Gebäudekomplex des Pfarrheims als zusätzliche Kindertageseinrichtung im April eröffnet.

„Es waren Eltern im Dorf, die einen Waldkindergarten sehr begrüßen“, erinnert sich Yvonne Erhard-Stumpf. Die Vorsitzende des Trägervereins des Kindergartens im Ort war sehr offen dafür. Mit Kerstin Heusinger, die bereits beim Trägerverein im bestehenden Kindergarten angestellt war und zurzeit eine waldpädagogische Ausbildung macht sowie in ihrer Freizeit die Qualifikation als Erzieherin nachholt, fand sie sofort eine begeisterte Mitstreiterin für dieses Projekt. Der Dritte im Bunde der Initiatoren war Johannes Grebner, zur Zeit der Planung vor rund einem Jahr noch Bürgermeisterkandidat.

„Was gibt es Schöneres für die Kinder, als in der Natur betreut zu werden“, so seine Sicht. Er hatte bereits in seinem Wahlprogramm die Familien im Blick. Die Geburtenzahlen belegen in der Gemeinde einen höheren Bedarf an Kindergartenplätzen. Es freut ihn, dass der Gemeinderat in diesem Frühjahr 15 000 Euro „Anschubfinanzierung“ für den Waldkindergarten genehmigte. „Wir unterstützen, wo wir können“, versichert der Rathauschef.

Einsatz des Bauhofs

Dafür kann Yvonne Erhard-Stumpf auch Beispiele nennen, die den Einsatz des gemeindlichen Bauhofs auf dem Gelände des Waldkindergartens betreffen. Auf dem Grundstück, das teilweise in Besitz von Gemeinde und DJK Üchtelhausen ist, sägten Bauhofmitarbeiter durch Dürre und Schädlinge beeinträchtigte Bäume ab, deren Baumstümpfe als Sitzgelegenheiten für den „Morgenkreis“ Kindern und Erzieherin dienen. Die Baumstämme wurden dann als „Einfriedung“ für den Waldkindergarten abgelegt. Ein die Kinderbetreuung umgestalteter Bauwagen wurde mithilfe des Bauhoftraktors an Ort und Stelle gebracht.

„Ich muss echt sagen, dass es gut läuft, super angenehme Zusammenarbeit“, lobt die Vereinsvorsitzende. Dass der Trägerverein die Gemeinde durch den rasch geschaffenen und im Aufwand nicht so kostenintensiven Waldkindergarten in ihrer Pflichtaufgabe der Bereitstellung von Kindergartenplätzen sehr unterstützt, rechnet der Rathauschef dem Vereinsvorstand hoch an.

Für den  Waldkindergarten gibt es einen kleinen Bauwagen, gerade mal je 1,50 Meter breit und hoch sowie zwei Meter lang. Er kann von den Kindern als Rückzugsort genutzt werden. Gerne aber bastelt hier Praktikantin Julia Küster mit den Kindern. Auf dem Areal stehen den Kindern noch Matschküche, Slackline, Balancierstämme, Naschecke mit Hochbeeten und eine Ruheecke zur Verfügung. „Geplant sind noch ein Hexenhäuschen und eine Rutsche“, erzählt Kinderpflegerin Tina Eresmann. Sie verweist auf das nahegelegene DJK-Gelände mit Spiel- und Sportplatz, die sie nutzen können.

Auch die Toilettenanlagen für den Waldkindergarten sind hier. Ferner ist ein großer Raum angemietet, wo bei äußerst schlechter Wetterlage sich die Kinder mit ihren Betreuern aufhalten können. Zudem werden Ausflüge zum Waldlehrpfad, Vitaparcours oder dem Hollerbach unternommen. Erzieherin Ulrike Ulrich, der die pädagogische Leitung dieser Kindertageseinrichtung obliegt, freut sich sehr auf die Zeit, wenn nach den Coronaeinschränkungen wieder das gemeinsame Kochen mit den Kindern erlaubt ist.

Für die Kinder gelten hier auch Regeln. Sie dürfen sich nur in Sichtweite ihrer Betreuerinnen aufhalten, nichts vom Boden aufheben und in den Mund nehmen und keine toten Tiere berühren. Auch die Vorschule müssen sie absolvieren, wobei zum Beispiel Farben oder Formen „im Wald“ ausfindig gemacht werden, meint Kerstin Heusinger.

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