Schwebheim

Bürgerhaus soll erweitert werden

Das Bürgerhaus soll einen Anbau erhalten und weitere acht Jahre als Mehrgenerationenhaus Veranstaltungen  für Schwebheimer jeden Alters anbieten.
Foto: Hans-Peter Hepp | Das Bürgerhaus soll einen Anbau erhalten und weitere acht Jahre als Mehrgenerationenhaus Veranstaltungen für Schwebheimer jeden Alters anbieten.

Das Bürgerhaus stand gleich zweimal auf der Tagesordnung des Schwebheimer Gemeinderates. Zum einen präsentierte die Diakonie die Bilanz aus vier Jahren Mehrgenerationenhaus (MGH) und warb für eine Fortführung. Zum anderen hatte Bauamtsleiter Ruthard Vogel drei verschiedene Modelle für den Ausbau des Gebäudes vorbereitet. Der Anbau an das Bürgerhaus soll im wesentlichen zwei Probleme lösen. Es soll mehr Raum für Aktivitäten geschaffen und der Komplex soll barrierefrei begehbar werden.

Für die Barrierefreiheit wird ein Aufzug sorgen, der in allen Varianten Teil der neuen Lösung ist. Mit dem erleichterten Zugang ist auch der Bau von behindertengerechten Toiletten verbunden. Neue Abstellzimmer sollen vermeiden, dass man Tische und Stühle von einem Stockwerk in das andere tragen muss. Und zusätzlich könnten – je nach Ausführung – auch weitere Räumlichkeiten für die Diakonie entstehen. Die Möglichkeiten für Treffen werden vergrößert, und die Nutzung des Bürgerhauses wird verbessert. Eine zusätzliche Rettungstreppe, das fordert der Brandschutz, muss Teil des Anbaus sein.

Zusätzlicher Wohnraum 

In den beiden größeren Versionen entsteht zusätzlich Wohnraum, den die Gemeinde vermieten könnte. Die preiswerteste Variante bezifferte Bürgermeister Volker Karb mit rund 380 000 Euro. Die Feuertreppe wäre außerhalb des Gebäudes, der Aufzug geht bis ins erste Geschoss, unter dem Dach entstünde zusätzlicher Lagerraum.

Bis zum Dachgeschoss führt die Außentreppe bei der mittleren Ausbaustufe. Der Preis würde wohl bei rund 450 000 Euro liegen, Mieteinnahmen aus einer kleiner Dachwohnung (35 Quadratmeter) könnten erzielt werden. Den Zuspruch aller Räte erhielt der "große Ausbau", der mit knapp 550 000 Euro auch die teuerste Variante darstellt. 70 Quadratmeter misst hier die Dachgeschosswohnung, die Feuertreppe wird in dem (vergrößerten) Anbau untergebracht, im Erdgeschoss entstehen Räume für Büros oder für eine Teeküche.

Erfolgsgeschichte

Seit vier Jahren gibt es in Schwebheim das Mehrgenerationenhaus. Helmtrud Hartmann und Monika Hofmann, beide Diakonie Schweinfurt, berichteten dem Gemeinderat  von der Erfolgsgeschichte der vielen Aktivitäten und Aktionen. Auch in der Zeit der Corona-Einschränkungen sorgt sich das MGH um die Schwebheimer: Kinder können betreut werden, GoTo-Meetings, Videoanrufe und eine kleine Youtube-Videothek stehen den Bürgern zur Verfügung. Das MGH nimmt auch Bestellungen für den Einkaufsservice entgegen.

Die erste Förderperiode läuft nun aus, und Schwebheim kann sich um eine zweite Förderzeit bemühen. Die dauert acht Jahre (2021-2028) und ist nur für die Mehrgenerationenhäuser vorgesehen, die schon existieren. Gemeinderat Herbert Holzmann bezeichnet das MGH, das den Bundespreis "DemografieGestalter 2019" erhalten hatte, als "Leuchtturmprojekt" für Schwebheim. Dem Wunsch, das MGH fortzuführen und nach besseren Arbeitsbedingungen, die Diakonie besitzt kein eigenes Büro in dem Gebäude, wollen alle Ratsmitglieder entsprechen.

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