Üchtelhausen

Bürgermeister Johannes Grebner: 100 Tage im Amt

Ein Nahversorgungszentrum an der Staatsstraße bei Üchtelhausen ist dem neuen Ortsoberhaupt wichtig.
Seit 100 Tagen im Amt: Bürgermeister Johannes Grebner am Eingang zum Rathaus der Gemeinde Üchtelhausen in Hesselbach.
Seit 100 Tagen im Amt: Bürgermeister Johannes Grebner am Eingang zum Rathaus der Gemeinde Üchtelhausen in Hesselbach. Foto: Rita Steger-Frühwacht

Es war spannend wie in einem Krimi, als die Ergebnisse der Bürgermeisterstichwahl am 29. März im Rathaus in Hesselbach ausgezählt wurden. Am Ende gewann Johannes Grebner mit 50,28 Prozent der gültigen Wählerstimmen vor Thomas Pfister. Am 8. August blickt Johannes Grebner auf seine 100-tägige Amtszeit in der rund 4000 Einwohner zählenden Gemeinde mit ihren neun Ortsteilen zurück.

"Ich freue mich, als Bürgermeister meine Heimat zu gestalten, ich kann mich beruflich da verwirklichen, wo ich lebe." Das schätzt Johannes Grebner an seinem neuen Amt. Der 38-Jährige hat als Ziel, dass sich seine Aktionen positiv auf alle Gemeindeteile auswirken. So ist ihm das Gewerbegebiet an der Staatsstraße 2280, Abzweigung Üchtelhausen, ein großes Anliegen. Hier soll vorrangig für die Bevölkerung des gesamten Gemeindegebietes die Möglichkeit der Versorgung mit Lebensmitteln gegeben sein.

Aber auch an Arztpraxen und seniorengerechten Wohnraum sei gedacht. "Da sind wir momentan auf einen guten Weg", so Grebner. Der Eingriff in die Natur durch die Versiegelung neuer Flächen werde  dabei auf ein Minimum begrenzt. Obwohl er als Parteiloser über die SPD-Liste in den Kreistag gewählt wurde, sei der Informationsfluss in die Gremien gewährleistet ist.

Jeder Ortsteil der Gemeinde soll gut an dieses Nahversorgungszentrum verkehrsmäßig angebunden werden und bestehende Knotenpunkte auf die Staatsstraße verbessert werden. Benötigt werde eine vernünftige Straßenverbindung vom Ortsteil Zell zur Staatsstraße 2280. Am Gewerbegebiet einen "Verkehrsknoten" für den ÖPNV, Gemeindebus und eine Carsharing-Station zu etablieren sind Ziele, um die Attraktivität der Gesamtgemeinde für Einwohner und Wohnungssuchende zu erhöhen. Um die Bürger einzubeziehen, werden zu den Themen Gewerbegebiet und Verkehrsanbindung im September Bürgerversammlungen stattfinden. Seine Vorgängerin Birgit Göbhardt habe gute Vorarbeit geleistet. 

Mobilfunk und leistungsfähige Breitbandanschlüsse

Die flächendeckende Versorgung mit Mobilfunk und leistungsfähigen Breitbandanschlüssen ist auf Ebene der Gemeinde-Allianz "Schweinfurter Oberland", zu der Üchtelhausen gehört, im Rahmen der Gigabit-Richtlinie im gesamten Gemeindegebiet geplant. Mit Blick auf die Gemeindestraßen berichtet der Rathauschef, dass zwischen Hoppachshof und Hesselbach die Straße saniert wird.

Nicht ganz einfach sei es, das Gemeindeentwicklungskonzept umzusetzen, räumt Grebner ein. Bei der Vorgabe "Innenentwicklung vor Außenentwicklung" sollen im Altort wieder junge Familien angesiedelt werden. In diesem Zusammenhang sieht er das Schaffen eines Spielplatzes oder die bessere Ausstattung bestehender Spielplätze in den einzelnen Ortsteilen.

Flächen für Neubaugebiete sind in Hesselbach, Hoppachshof und Üchtelhausen im fortgeführten Daseinsvorsorgekonzept berücksichtigt. In Ebertshausen soll im Projekt "Neue Mitte" eine Festscheune mit Bürger- und Feuerwehrhaus entstehen. In Zell soll in der alten Schule ein Jugendraum geschaffen werden und die Gemeindeimmobilien Kirchbergschule (Üchtelhausen), Gemeindehaus (Madenhausen) und Schönborn-Kapelle (Hoppachshof) sind zu verwalten.

In Weipoltshausen wird der Vorplatz am Gemeindehaus und der Bach im Innenort saniert. Dass Grebner auch auf überraschend unkonventionelle Weise die anstehenden Projekte unter die Lupe nimmt, zeigt seine kürzliche "Radtour", auf der er mit einigen Gemeinderäten vor Ort die möglichen Trassen des zukünftigen Radwegs Madenhausen-Volkershausen abfuhr.

Wenig Zeit für Hobbys

Die Zeit für sein Hobby, die Jagd, fehle ihm zurzeit. Auch sein Engagement in der Feuerwehr vermisst er, genauso wie sein bisheriges Berufsumfeld an der Hochschule für angewandte Wissenschaft Würzburg-Schweinfurt. Seine Familie gibt ihm Rückhalt für das zeit- und aufgabenintensive Bürgermeisteramt. Dazu steht ihm sein Bruder Florian mit seinen Erfahrungen aus zwölf Jahren Gemeinderatstätigkeit zur Seite. Leicht hätten ihm die Amtsübernahme auch die Mitarbeiter in Gemeindeverwaltung und dem Bauhof gemacht, die ihn in seinen Aufgaben stets kompetent und loyal unterstützen, erzählt er.

Bescheiden, aber voller Energie, versichert er ein "Bürgermeister für alle" werden zu wollen", denn gewählt hat mich doch letztlich nur etwa die Hälfte der Stimmberechtigten".

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