Röthlein

Bürgermeister Peter Gehring: 100 Tage im Amt

Der neue Bürgermeister zieht eine erste Bilanz und findet sein Amt "noch schöner als gedacht".
Röthleins neuer Bürgermeister Peter Gehring zieht eine erste 100-Tage Bilanz.
Röthleins neuer Bürgermeister Peter Gehring zieht eine erste 100-Tage Bilanz. Foto: Daniela Schneider

Erst vor drei Monaten hat Röthleins damaliger Bürgermeister Albrecht Hofmann auf der Bank im Partnerschaftsgarten seine zwölfjährige Amtszeit resümiert, nun sitzt dort, gegenüber vom Rathaus, der neue Bürgermeister Peter Gehring. 100 Tage ist der Hirschfelder bereits im Amt.

Sein Fazit: Es ist noch schöner, als er es sich eigentlich vorgestellt hat. Warum? Der 41-Jährige schmunzelt und erklärt: schon der Start war "emotional gut". Die Mitarbeiter im Rathaus haben ihn gleich sehr herzlich aufgenommen. Natürlich war durch Corona vieles anders: Ungewohnte Vorschriften mussten schnell umgesetzt werden, die Verabschiedung ausgeschiedener Gemeinderäte und des Bürgermeisters wurde verschoben, Sitzungen und Termine umdisponiert.

Schon am Wahlabend lief alles etwas anders: Peter Gehring hatte zwar gehofft, aber niemals erwartet, dass er bei drei Mitbewerbern gleich die absolute Mehrheit erreicht. Als dann die ausschlaggebenden Ergebnisse der Briefwahl eintrudelten, war auf dem Rasen vor dem Rathaus Partystimmung. Ein "Wahnsinnsgefühl" sagt Peter Gehring heute. Im Hirschfelder Sportheim gab es einen kleinen Empfang, doch ein Teil der Gratulanten übermittelte die Glückwünsche mit Blick auf Corona lieber auf einem großen Plakat – auch eine schöne Erinnerung, findet der Bürgermeister, die heute daheim in Hirschfeld einen Ehrenplatz hat.

Fast nachdenklich stellt Gehring fest, dass der Lockdown für einen eher unspektakulären Amtsantritt gesorgt hat, aber durchaus nicht nur negative Seiten hatte. Zwar konnte der neue Bürgermeister nach dem offiziellen Start am ersten Mai nach außen nicht wirklich aktiv werden, doch dafür war für viele interne Angelegenheiten Zeit: Bürgermeister und  Verwaltung konnten sich "auf das Rathaus" fokussieren und intensiv Projekte vorbereiten, die jetzt – Stichwort Städtebauförderung und Kindergarten Heidenfeld – kurz vor Auftragsvergabe stehen.

Stolz auf die Menschlichkeit

Und doch gab und gibt es bis heute auch Unsicherheiten, gerade was langfristige Planungen betrifft, und umso mehr freut sich Gehring, dass das Büchereiteam trotz Corona wieder den beliebten Ferienspaß auf die Beine gestellt hat. Stolz ist er auch auf die Menschlichkeit, die sich in der Krise in allen drei Ortsteilen auf so vielfältige Weise von der Nachbarschaftshilfe bis hin zu 101 Garagenkonzerten gezeigt hat. Da mache, grinst Gehring, das bürgermeisterliche Engagement doch gleich nochmal mehr Freude.

Für Peter Gehring hat sich viel verändert, die Arbeit macht "unheimlich viel Spaß", das hängt, wie er sagt, auch mit dem tollen Team im Rathaus zusammen. Als ehemaliger Geschäftsleiter der Thüringer Hütte hat er zuvor viel Zeit auf der Straße verbracht – knapp 600 Kilometer und viele Stunden in der Woche saß er im Auto – jetzt sind es fünf Minuten von Hirschfeld zum Rathaus, und er hat die Freiheit und Zeit, vor Ort zu gestalten.

Der Gestaltungsrahmen ist größer geworden

Auch die Arbeitsweise ist natürlich eine andere; der Gestaltungsrahmen ist – wie er feststellt – größer geworden. Spannend findet Gehring die Arbeit mit dem Gemeinderat, als langjähriges Ratsmitglied kennt er jetzt beide Seiten. Aktuell ist das Arbeitspensum hoch; das Team muss erst noch zusammenfinden. Neben elf langjährigen Mitgliedern verstärken seit der Kommunalwahl fünf neue Gesichter das Gremium, und es gibt viele lebhafte Diskussionen und noch mehr Anträge. Die Sitzungsvorbereitungen sind zeitintensiv und der Zeitplan zwischen den einzelnen Sitzungen ist eng gestrickt – "das hätte ich so nicht gedacht", gibt der Bürgermeister zu.

Als Highlight bezeichnet er seine erste Trauung, als größtes Ärgernis die Ankündigungen der Sparkasse, die Filiale in Röthlein zu schließen und die mobilen Angebote in Heidenfeld und Hirschfeld einzustellen. Er hat dazu einen Brandbrief geschrieben. Es gibt also viel zu tun in den drei Ortsteilen – Bürgermeister Peter Gehring freut sich auf die Herausforderungen.

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