Gerolzhofen

Bund Naturschutz fordert von Eck: das Asphaltieren aufgeben

Der Bund Naturschutz hat in einer erneuten Pressemitteilung betont: Ja zur Steigerwaldbahn und Nein zum Ausbau der B 286.
Der Bund Naturschutz hat seine Forderung wiederholt, auf den weiteren geplanten Ausbau der B 286 zwischen Unterspiesheim und Schwebheim zu verzichten.
Foto: Norbert Vollmann | Der Bund Naturschutz hat seine Forderung wiederholt, auf den weiteren geplanten Ausbau der B 286 zwischen Unterspiesheim und Schwebheim zu verzichten.

Der Streit zwischen dem Bund Naturschutz Schweinfurt und Staatssekretär Gerhard Eck (CSU) geht weiter. Die Umweltschutzorganisation fordert nun in einer neuen Pressemitteilung Eck auf, in Anbetracht von Biodiversitäts- und Klimakrise die Mobilitätswende zu unterstützen.

Der Bund Naturschutz hatten den geplanten Bau von weiteren Überholstreifen an der B 286 zwischen den Anschluss-Stellen Unterspiesheim und Schwebheim kritisiert. Die im aktuellen Ausbauabschnitt geplanten Waldrodungen in einem Umfang von rund 1,2 Hektar seien in diesem Zusammenhang besonders bedenklich. Zudem handele es sich hier um einen "regional bedeutsamen Klimaschutzwald, der auch eine hohe ökologische Bedeutung besitzt". Als "klimaschonende Alternative" zum Ausbau der Schnellstraße forderte der BN eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h und ein Überholverbot auf der gesamten Strecke.

Neuer Wald aufgeforstet

Staatssekretär Eck hatte mit einer Mitteilung reagiert, wonach der Bund Naturschutz jedermann zugängliche Tatsachen verschweige und nur aus rein ideologischen Gesichtspunkten und ohne Rücksicht auf Fakten handele. Der Ausbau der B 286 diene maßgeblich der Erhöhung der Verkehrssicherheit. Für den 1,2 Hektar Wald, der den Überstreifen weichen muss, seien bereits zehn Hektar Wald neu aufgeforstet worden. Und außerdem gebe es weitere Ausgleichsflächen für Zauneidechsen, Ameisen und Haselmäusen, die Neugründung von Streuobstwiesen und die Platzierung von 200 neuen Fledermaus-Nistkästen.

"Die Fiktion der Beseitigung von Verkehrsbelastungen durch Straßenbau und der damit vermittelten Garantie unbegrenzter Mobilität ist tragende Säule des herrschenden Wachstumsdogmas und Ursache für immer neue Verkehrsbelastungen", schreibt nun der Bund Naturschutz (BN). Anstatt eine umfassende Verkehrswende einzuleiten, werde den Bürgern der Neu- und Ausbau von Straßen als Problemlösung vermittelt. "Damit wird das Problem der Verkehrsbelastung aber nicht gelöst, sondern sogar verstärkt und zudem auf dem Rücken von Natur, Landschaft und Umwelt ausgetragen", so der BN.

"Bittere Realität"

Scheinbar seien für Eck die sich beschleunigende Klimakrise und überbordender Flächenverbrauch Ideologie. "Doch sie sind bittere Realität", schreibt Edo Günther, Kreisvorsitzender des BN in Schweinfurt. "Der BN fordert Herrn Eck daher auf, das Asphaltieren aufzugeben und mit uns zusammen für ein zukunftsfähiges Bayern einzutreten." Die Reaktivierung der Steigerwaldbahn und der Stopp des Ausbaus der B 286 seien wichtige Schritte in die richtige Richtung.

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