Oberschwarzach

Campingmöglichkeiten im Markt Oberschwarzach

Welche Stellen gibt es rund um den Markt Oberschwarzach die möglicherweise als Alpacacamping-Stellplätze genutzt werden könnten?
Foto: Archivfoto Gudrun Theuerer | Welche Stellen gibt es rund um den Markt Oberschwarzach die möglicherweise als Alpacacamping-Stellplätze genutzt werden könnten?

Eine neue Einnahmequelle für die Marktgemeinde Oberschwarzach könnte in Zukunft über die Buchungsplattform des Startups Alpacacamping generiert werden. Darüber sind sich zumindest die vier Geschäftsführer des im Oberschwarzacher Gemeindeteils Mutzenroth beheimateten Firma sicher. Deshalb stellte drei von ihnen, Christopher Feuerlein, Dominik Quambusch und Simon Illner ihre Firma und das Konzept dahinter dem Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung vor.

Die Idee der Plattform ist, Campingbegeisterte, die sich gerne abseits der vielbesuchten Campingplätze aufhalten wollen und die Eigentümer solcher idyllischen Plätze zusammen zu bringen. Dabei denken die Jungunternehmer nicht nur an Privatleute, die so mit ihrer ungenutzten Wiese ein kleines Taschengeld dazu verdienen können, sondern eben auch an Landwirte, Winzer oder Gemeinden.

Gemeinde könnte doppelt profitieren

Mit der Marktgemeinde Oberschwarzach könnte man sich auch die Zusammenarbeit im Rahmen eine Pilotprojektes vorstellen und damit weitere Kommunen ansprechen. Da sich das neue Gewerbe in der Marktgemeinde befindet, könnte diese dann sogar doppelt profitieren.

Im weiteren Verlauf ging es um Bau- und Grundstücksangelegenheiten. Bei der informellen Anfrage zum Neubau eines Wohnhauses mit Doppelgarage im Neubaugebiet in Wiebelsberg ging es um zwei Befreiungen vom Bebauungsplan. Zum einen wollten die Bauherren die vorgesehen Dachneigung von 38 bis 52 Grad auf 35 Grad ändern, um anderen sollte der Kniestock auf 1,20 Meter statt den vorgeschriebenen 0,50 Metern angehoben werden.

Kniestock darf nicht höher als einen Meter sein

Bisher hatte das Gremium in diesem Baugebiet schon bei einem Bauantrag den Kniestock auf einen Meter befreit. Bürgermeister Manfred Schötz schlug deshalb vor, den Kniestock mit einer Grundsatzentscheidung für das gesamte Baugebiet festzulegen, der dann für alle zukünftigen Bauvorhaben dort gilt. Der Vorschlag fand von Seiten der Marktgemeinderäte Zuspruch, so dass nur noch die neue verbindliche Höhe festgelegt werden musste.

Der Vorschlag von Stephan Jehle, den maximalen Kniestock auf 1,25 Meter festzulegen wurde knapp mit 4:5 Stimmen abgelehnt, das Gremium entschied sich dann aber deutlich mit 8:1 Stimmen für einen maximal zugelassen Kniestock von einem Meter für das gesamte Baugebiet. Der gewünschten Befreiung der Dachneigung für das Bauvorhaben wurde mit 7:2 Stimmen statt gegeben.

Grundsätzlich war sich der Markgemeinderat auch einige, dass über die Bebauungspläne für neue Baugebiete vor den Festlegung entsprechend ausführlich beraten werden sollten um nachträgliche Ausnahmeanträge zu vermeiden.

Bauherren änderten Gebäudeform und -größe

Dem Neubau eines Einfamilienhauses in Oberschwarzach stimmte der Rat einstimmig zu, da der Antrag der bereits genehmigten Voranfrage aus einer früheren Sitzung entsprach. Dagegen gab es eine Änderung für den Neubau eines Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung in Breitbach. Während es in der Bauvoranfrage noch um einen Bungalow gegangen war, hatten die Bauherren die Gebäudeform und -größe durch die Erweiterung um eine Einliegerwohnung geändert. Die Räten baten nun um eine Prüfung der Einhaltung der Baugrenzen durch das Landratsamt.

Ein Kniestock von maximal einem Meter gilt nun für das Baugebiet in Wiebelsberg.
Foto: Gudrun Theuerer | Ein Kniestock von maximal einem Meter gilt nun für das Baugebiet in Wiebelsberg.

Da sich das geplante Gartenhaus eines Bauherren im Neubaugebiet in Oberschwarzach fast vollständig innerhalb der freizuhaltenden Baugrenze befindet und dadurch auch die vorgeschriebenen Grünordnung nicht eingehalten werden kann fiel es dem Gremium schwer, dem Vorhaben ohne weitere Prüfung zuzustimmen. Man entschied daher die Abstimmung zu vertagen bis sich die Gemeinderatsmitglieder selbst vor Ort ein Bild gemacht haben.

Grundstück kann wie geplant bebaut werden

Da sich die Flurnummer, auf der ein Einfamilienhauses in Schönaich geplant ist, nach Einschätzung des Landratsamtes deutlich außerhalb der Bebauungsgrenze befindet, ordnete der Rat die betroffene Flurnummer durch eine Ortsumrandungssatzung dem Innenbereich der Gemarkung Schönaich zu. Somit kann das Grundstück nun wie geplant bebaut werden.

Zum Abschluss des öffentlichen Teils beschäftigte sich der Rat mit der E-Mail einer Bürgerin aus dem Gemeindeteil Breitbach die auch an diverse Kommunalpolitiker und Gemeindevertreter im Landkreis gesendet worden war, u.a. auch an den Markt. Darin beschwerte sich die Absenderin über die mangelnden kostenlosen Corona-Testmöglichkeiten im ländlichen Bereich des Landkreises und fragte an, was die Marktgemeinde zu tun gedenke. Sie würde sich sehr freuen, wenn die Adressaten aktiv werden könnten. "So viele Apotheken und andere Organisationen machen es bundesweit vor, nur hier passiert sehr wenig", so das abschließende Appell der E-Mail.

Gemeinderat sieht keinen Handlungsbedarf

In seiner Antwortmail hatte Bürgermeister Schötz die Unterstützung der Marktgemeinde bei der Umsetzung eines Konzeptes angeboten und die Verfasserin zur kommenden Gemeinderatssitzung eingeladen. Eine Rückmeldung hat er darauf nicht bekommen. Der Gemeinderat selbst stellte in seiner Sitzung keinen Handlungsbedarf für weitere Teststrecken fest, da über die bereits existierende Teststrecke in Gerolzhofen schnell und einfach ein kostenloser Test in Anspruch genommen werden kann.

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