DINGOLSHAUSEN

„Christliche Werte haben Europa geprägt“

Will ins Europaparlament: Barbara Becker, Kandidatin der CSU bei der bevorstehenden Wahl.
Foto: Gerald Effertz | Will ins Europaparlament: Barbara Becker, Kandidatin der CSU bei der bevorstehenden Wahl.

Viele Menschen denken sich bestimmt: „Was habe ich vom Europaparlament?“. „Warum soll ich denn schon wieder wählen gehen?“. Barbara Becker aus Wiesenbronn kandidiert für das Europaparlament und will mit ihren Besuchen vor Ort den Menschen sagen und sprichwörtlich auch zeigen, was eine Region, eine Gemeinde, ja der einzelne Bürger von diesem Parlament hat.

Der CSU-Ortsvorsitzende Lothar Zachmann konnte rund 30 Teilnehmer in der Genusswelt Lutz willkommen heißen. Geht es nach ihm, dann wird Becker „die Stimme Unterfrankens“. Er warb dafür, am 25. Mai zur Wahl zu gehen, denn aufgrund dessen, dass die Fünf-Prozent Hürde bei dieser Wahl nicht gilt, sei eine hohe Wahlbeteiligung notwendig.

Barbara Becker, 44 Jahre alt, verheiratet und Mutter von zwei Kindern, machte dann deutlich, auf was es ihr ankommt: „Wenn die Wahlbeteiligung hoch ist, hat Unterfranken wieder eine Stimme im Parlament“. Und fügt an: „Nicht zur Wahl zur gehen, wäre das Falscheste“. Sie möchte eine Abgeordnete der Nähe sein. „In gemütlichen 18 Minuten sind sie in Wiesenbronn, ich stehe ihnen zur Verfügung“.

„Es kann nicht egal sein, woher ein Kandidat kommt“
Barbara Becker aus Wiesenbronn, Kandidatin für die Europawahl

Was hat der Bürger von diesem Parlament? Diese Antworten gab Becker auch. Sei es die angedachte Abschaffung der Sommerzeit, der Wegfall von sogenannten Roaming-Gebühren fürs Handy oder dass es ab 2017 einheitliche Ladegeräte geben soll (beides verdeutlichte sie mit einem Handy).

Und noch wichtigere Ziele für den Franken, die erreicht wurden, Stichwort der Schutz des Bocksbeutels. Auch soll künftig die fränkische Zwetschge geschützt werden. Mit einem Spielzeug-Löwen in der Hand machte sie deutlich auf was es der CSU ankommt: „Es kann nicht egal sein, wo ein Kandidat herkommt“, so die Sängerin eines A-capella-Chores. Sie ging aber auch auf das Thema Massentierhaltung ein: „Wichtig ist, wie die Tiere gehalten werden“, und weiter, „hier würde ich gerne vermitteln“, so Becker, die als Selbstständige ein Beratungsunternehmen betreibt.

Christliche Werte und Frieden

Weiterhin soll eine einheitliche Arbeitsschutzrichtlinie hinbekommen werden. Von großer Bedeutung ist der Wiesenbronnerin das man sich im Europaparlament mit wichtigen Themen beschäftigt. „Christliche Werte haben Europa geprägt“ ist sich Becker, ein Kreuz in den Händen haltend, sicher. Sie sieht auch den Frieden zwischen den Ländern als großes Thema. Hier nahm sie die Ukraine-Krise als Beispiel. Auch die Flüchtlingspolitik (Stichwort: die Insel Lampedusa) brachte sie zur Sprache.

„Für bestimmte Dinge, beispielsweise die Datensicherheit, brauchen wir europäische Lösungen“, so Becker. Und dann hatten auch die Gäste Zeit noch Fragen zu stellen. Ein Gast nannte das Thema Genmais. „Wir haben hier eine Gesetzesvorlage für ein Verbot von Genmais“, so Becker, da dieses Thema „zur Ländersache wird“. Ein anderer Gast machte allerdings deutlich: „Wir brauchen das um die Weltbevölkerung zu ernähren“. Zu einer weiteren Wortmeldung bezüglich regionaler Förderung des Tourismus sagte die Kandidatin: „Würde mich freuen, mich hier stark machen zu können“. Getreu ihrem Motto auf einer verteilten Grillzange: „Eine, die zupackt“.

Zusammen mit dem Vorsitzenden Zachmann überreichte Hans-Walter Schmalzbauer vom CSU-Ortsverband einen Präsentkorb der gastgebenden Genusswelt Lutz. Zachmann blickte, nachdem Becker sich bereits auf zur nächsten Station gemacht hatte, auf die zurückliegende Kreistagswahl zurück. „Wir“, sagt er, und meinte damit die CSU, „haben uns deutlich verjüngt“. Er freute sich über die Wähler, denn „sie haben uns nicht im Stich gelassen“. Dann wollte er sie auch für die Europa-Wahl den 25. Mai motivieren: „Dingolshausen hat von Europa profitiert, denken sie an die Dorferneuerung“, sagte er.

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