Geldersheim

Corona-Pandemie: Geldersheim rechnet mit schwindenden Einnahmen

Der Kelch ist vorübergegangen, an der Ölberg-Gruppe. Das Denkmal an der St.Nikolaus-Kirche wurde jetzt vollständig saniert, der Kelch fehlt aber noch. Das Wetter sei derzeit zu feucht und kalt, um ihn anzukleben, teilte Bürgermeister Thomas Hemmerich unter Punkt Verschiedenes in der ersten Gemeinderatssitzung des Jahres mit.

Kämmerin Ulrike Gallus hatte die aktuellen Haushaltszahlen dabei. Tendenziell schwinden die Einnahmen, etwa bei den Schlüsselzuweisungen. Fest steht, dass sich die fiskalischen "Pandemieschäden" mit Verzögerung auswirken. So wird mit einem Absinken der Gewerbesteuer-Einnahmen von 250 000 auf 200 000 Euro in den Jahren 2022 und 2023 gerechnet.  Aus dem Verwaltungshaushalt werden dem Vermögenshaushalt wohl 320 000 Euro weniger zugeführt als geplant. Die allgemeine Rücklage könnte von 1,2 Millionen auf knapp 300 000 Euro sinken. Ein geplanter Kredit von 1,7 Millionen Euro wurde noch nicht in Anspruch genommen, wie sich überhaupt einige größere Ausgaben, etwa für Kita und Mittagsbetreuung, verschoben haben. "Geld, das nicht für Kredite ausgegeben worden ist, ist noch nicht gespart", mahnte Gallus.

Jährlich 500 Euro Heizkostenzuschuss fließen in die Frühmesskapelle, auch mit Blick auf den Erhalt der Fresken.

Anwohner klagen über Lärmbelastung

Anwohnersorgen bezüglich Immissionen gibt es bei der geplanten Erweiterung der Montagehalle der Zimmerei Stark. Die Anlieferung werde gemäß Antrag über die Würzburger Straße erfolgen, sagte Bürgermeister Hemmerich auf Nachfrage von Thomas Kundmüller. Laut Betriebsbeschreibung soll sich die Schallbelastung eher reduzieren.

Markus Vogel forderte, Anwohner und Antragsteller an einen Tisch zu bringen, um einen Konsens zu finden. Hans-Jörg Rustler erinnerte seitens der Verwaltung daran, dass die Prüfung des Vorhabens beim Landratsamt liege: "Wir sind nicht die Baugenehmigungsbehörde." Wenn gewünscht, könne die Gemeinde als Mediator auftreten, meinte der Bürgermeister. Der Bauantrag erntete eine Gegenstimme. Noch keine Abnahme gab es bei der fertiggestellten Aussegnungshalle. Nachdem es hier vor allem um Brandschutz geht, könnte der Neubau aber zeitnah genutzt werden, so Hans-Jörg Rustler.

Markus Vogel mahnte beim leerstehenden "Fränkischen Hof" eine Lösung an, weil das Gebäude weiterhin Kosten verursache. In der derzeitigen Lage sei es schwierig, einen Betreiber zu finden, stellte Bürgermeister Hemmerich fest.

Thomas Hübner monierte Verzögerungen bei einem geplanten Informationsgespräch mit der AWO bezüglich eines vorgeschlagenen Waldkindergartens für Geldersheim. In Betrieb ist mittlerweile der neue Kindergarten an der Schule. Der Bürgermeister erinnerte daran, dass es allein im letzten Jahr 45 Geburten gab. Entsprechend bestehe schon wieder Erweiterungsbedarf. Der vorzeitige Maßnahmenbeginn wurde nun genehmigt.

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