Sennfeld

Dachsgrube auf Bomben untersucht

Die Punkte der Bodenproben auf der Dachsgrube in Sennfeld wurden anschließend vermessen.
Foto: Thomas Bernhardt | Die Punkte der Bodenproben auf der Dachsgrube in Sennfeld wurden anschließend vermessen.

Auf der Dachsgrube, einer Freifläche mitten in Sennfeld, will die Gemeinde für 17 Millionen Euro eine neue Grund- und Mittelschule bauen. Derzeit wird der Boden des Geländes, das früher einmal ein Sumpfbereich war, begutachtet. Dort werden Bodenproben genommen und die Fläche auch auf Kampfmittel untersucht.

Bei größeren Bauflächen schaltet die Gemeinde seit einiger Zeit immer den Kampfmittelerkundungsdienst ein, erläutert Bautechniker Thomas Bernhardt von der Gemeindeverwaltung das aktuelle Procedere. Schließlich wurden 2018 Jahren Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg im Sennfelder See gefunden. Auch beim Bau des Pflegeheims war im Untergrund eine kleine Brandbombe aufgetaucht.

Wo Messgeräte anschlagen, muss kein Kampfmittel sein

Nach ihrer Begehung schritten die Kampfmittelexperten gemeinsam mit den Geologen des beauftragten Geotechnik-Büros Badel (Gochsheim) die Fläche ab, um diese darauf hinzuweisen, wo ihre Messgeräte flächig angeschlagen hatten, so dass die vorgesehenen Punkte für die Rammkernsondierungen und Bodenproben gelegentlich leicht verschoben werden mussten. "Das muss aber kein Kampfmittel im Untergrund sein, das kann auch Eisen oder Schrott oder auch ein Kinderwagen sein", erklärt Bernhardt.

Die Fläche der ehemals sumpfigen Dachsgrube war vor vielen Jahrzehnten aufgefüllt worden. Wann und womit das geschah, weiß man allerdings nicht.

Für die Baugrunderkundung durch die Geologen hätten sechs Punkte auf der Fläche gereicht. Allerdings wollte die Gemeinde auf Nummer sicher gehen und ließ neun Punkte untersuchen, sagt Bernhardt. "Dann werden wir sehen, wie wir die Gründung der Schule vornehmen müssen". Wenn beispielsweise in einem Bereich kein Keller vorgesehen sei, gehe es darum, ob ein normales Fundament oder eine schwimmende Bodenplatte errichtet werden müsse.

Untersucht wird die Fläche bis zum Fußweg

Die Gemeinde wolle die Empfehlungen befolgen und vor einem Bau auf der geplanten Fläche alles rastermäßig untersuchen, bevor man später umplanen müsse. Man müsse auch wissen, wo eventuell Grundwasser ansteht und in welcher Tiefe. Außerdem brauche sie eine chemische Analyse des Bodens, um zu wissen, womit man rechnen müsse.

Untersucht wird in dem Bodengutachten eine Fläche auf der Dachsgrube bis zum Fußweg, der den Spielplatz abgrenzt. Dieser bleibt auch erhalten, so der gemeindliche Bautechniker.

Die Punkte der Bodenschürfungen und Rammkernsondierungen wurden anschließend gleich eingemessen, damit sie auf dem gemeindlichen Bestandsplan eingezeichnet werden können.

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