Schweinfurt

Damit das Löschwasser nicht ausgeht

Freuen sich über die Schwimmsauger (von links): Kreisbrandinspektor Johannes Grebner, Kreisbrandrat Holger Strunk, Florian Ramsl von der Versicherungskammer Bayern und Kreisbrandinspektor Reinhold Achatz.
Freuen sich über die Schwimmsauger (von links): Kreisbrandinspektor Johannes Grebner, Kreisbrandrat Holger Strunk, Florian Ramsl von der Versicherungskammer Bayern und Kreisbrandinspektor Reinhold Achatz. Foto: Jan Hußlein

Das trockene Frühjahr führte bereits zu Wald- und Flächenbränden und lies mancherorts schon das Löschwasser knapp werden. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Auch in den heißen Sommern der Jahre 2018 und 2019 sei der Wasserstand in vielen Bächen so niedrig gewesen, dass mit herkömmlichen Mitteln der Feuerwehr kein Löschwasser mehr entnommen werden konnte.

Die Versicherungskammer Bayern rüstet daher die Feuerwehren im Landkreis Schweinfurt mit 14 Schwimmsaugern im Wert von circa 7000 Euro aus.

Kreisbrandrat Holger Strunk, die Kreisbrandinspektoren Reinhold Achatz und Johannes Grebner erhielten die Sauger von Florian Ramsl, Referent für Feuerwehrförderung bei der Versicherungskammer.

Insgesamt werden den bayerischen Feuerwehren 900 Schwimmsauger im Gesamtwert von 500 000 Euro zur Verfügung gestellt. Mit dem Schwimmsauger könne die Feuerwehr künftig Löschwasser auch bei geringem Wasserstand aus Gewässern pumpen. Eine ausreichende Löschwasserversorgung ermöglicht es der Feuerwehr eine Brandausbreitung zu verhindern und damit Schäden an Gebäuden und der Umwelt zu minimieren. Dies wirke sich auch positiv auf die Bilanz des Wohngebäudeversicherers aus.

Wasserhöhe von nur fünf Zentimetern

Mit dem Schwimmsauger kann aus Bächen gesaugt werden, wenn der Wasserstand nur noch fünf Zentimeter beträgt. Bisher waren mindestens 30 Zentimeter notwendig, heißt es weiter in der Mitteilung.

Da das Wasser an der Oberfläche entnommen wird, wird auch der Gewässerboden geschont. Der sieben Kilo leichte Schwimmsauger besteht aus einem Polyethylen-Körper und wird anstelle eines herkömmlichen Saugkorbes aus Metall am Saugschlauch angebracht. Dieser Saugschlauch wird an der Pumpe des Feuerwehrfahrzeuges angeschlossen.

Da nicht überall Hydranten vorhanden sind, muss das Löschwasser oft aus Bächen oder Teichen gepumpt werden. Der Schwimmsauger sei dafür eine einfache, aber geniale Erfindung. Zudem sei das Absaugen von Wasser bei Überschwemmungen möglich.

Das Projekt wurde von der Versicherungskammer Bayern gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrverband Bayern entwickelt. Die Verteilung läuft noch bis Ende 2021 über die Stadt- und Kreisfeuerwehrverbände.

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