Oberschwarzach

Der BikePark in Schönaich braucht einen Träger

Die Schilder mit der Aufschrift "Betreten und Befahren auf eigene Gefahr", die von den Errichtern des BikeParks aufgestellt worden waren, entbindet die Marktgemeinde nicht von der Haftung.
Die Schilder mit der Aufschrift "Betreten und Befahren auf eigene Gefahr", die von den Errichtern des BikeParks aufgestellt worden waren, entbindet die Marktgemeinde nicht von der Haftung. Foto: Gudrun Theuerer

Die Anfrage eines Bürgers, wie es denn nun beim BikePark in Schönaich weitergehe, kam für Bürgermeister Manfred Schötz sehr überraschend. Denn eigentlich war das Thema bereits im vergangenen Jahr geklärt worden. Durch diese Frage und die Tatsache, dass in Schönaich bereits ein BikePark ohne Rücksprache und ohne einen Trägerverein errichtet worden war, veranlasste Schötz, das Thema auf die Tagesordnung der jüngsten Gemeinderatssitzung zu bringen. Da es einige neue Mitglieder im Gremium gibt, informierte Schötz zunächst über die Geschichte und aktuelle Situation.

Im Februar 2019 hatte die Marktgemeinde auf Antrag einer Initiative unter Federführung von Julian Dürrfuß ein Grundstück in Schönaich für die Errichtung eines BikeParkS gekauft und zur Verfügung gestellt. Mit der Bereitstellung des Grundstückes wurde den Initiatoren die Vorgabe gemacht, dass ein Verein gegründet werden müsse, der für den Unterhalt und Betrieb des Parks zuständig ist. Im gleichen Jahr hatte sich auch eine Initiative um Astrid Welink und Thorsten Erk gebildet, die gemeinsam mit der DJK Oberschwarzach einen BikePark auf dem Gemeindegrundstück zwischen Bauhof und Tennisplätzen in Oberschwarzach errichten wollten.

Es wurde gebaut, obwohl es keinen Verein gibt

In der Gemeinderatssitzung im Dezember 2019 stellte dann diese Initiative ihr Konzept dar. Der BikePark sollte öffentlich zugänglich sein und von der DJK Oberschwarzach durch eine Unterabteilung betrieben werden. Die Finanzierung erfolgt über die DJK, Sponsoren und Spenden. Der Marktgemeinderat befürwortete das Projekt einstimmig und gewährte einen Zuschuss in Höhe von 2500 Euro, nachdem die anwesenden Vertreter der Initiative Oberschwarzach auf Nachfrage aus dem Gemeinderat versichert hatten, dass die Initiative aus Schönaich das Vorhaben in Oberschwarzach unterstütze. Damals hatte auch Bürgermeister Manfred Schötz klar gemacht, dass die Schönaicher auf jeden Fall mit ins Boot genommen werden müssten.

Umso überraschter war man nun, dass in Schönaich gebaut worden war, ohne dass es einen Träger bzw. Verein gebe. Zu dem Hinweis von Marktgemeinderätin Monika Lechner, dass vor Ort Schilder mit dem Text "Betreten und Befahren auf eigene Gefahr" aufgestellt worden waren, bemerkte Schötz, dass die Schilder zum einen nicht von der Marktgemeinde aufgestellt worden waren und diese zum anderen die Markgemeinde als Eigentümer des Grundstückes nicht von der Haftung befreien.

Falls sich kein Verein findet, muss der BikePark abgebaut werden

Schötz berichtete, dass er bezüglich der notwendigen Versicherung für den BikePark nun mit dem Vorsitzenden der DJK, Claus-Dieter Schilling, Kontakt aufgenommen haben. Dieser werde nun mit seinem Vorstand besprechen, ob die DJK den BikePark Schönaich in ihre Versicherung mit aufnimmt. Für alle anderen Aufgaben, wie den Unterhalt und die Verkehrs- und Unfallsicherung müsse aber trotzdem ein Verein die Verantwortung übernehmen, so Schötz.

Der Marktgemeinderat hatte nun über die weitere Vorgehensweise zu entscheiden und beschloss einstimmig, dass man an dem Beschluss vom 11. Februar 2019 festhält und ein Verein für den BikePark Schönaich bis zum 30. September gefunden werden muss. Falls dies nicht gelingt, muss der BikePark bis zum 31. Oktober 2020 von den Verantwortlichen wieder abgebaut werden. Bürgermeister Schötz wird dazu die Feuerwehr Schönaich und die Familie Dürrfuß ansprechen.

Mehrzweckräume im Julius-Echter-Schloss

Ein weiteres Thema der Sitzung war die Sanierung des Julius-Echter-Schlosses. Quartiersmanagerin Anneke Schilling informierte über die bisherigen Aktivitäten, die Einbettung des Projektes ins Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept und stellte anhand der Grundrisse das bisher erarbeitete Nutzungskonzept vor. Auf Nachfrage von Gemeinderätin Roswitha Bausewein bestätigte Schilling, dass das aktuelle Konzept keine festen Räumlichkeiten für die einzelnen Vereine vorsehe, sondern Mehrzweckräume eingerichtet werden sollen, die von allen genutzt werden könnten. So würden zusätzliche Räumlichkeiten für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Gemeinderat Andreas Zehner gab einen Überblick über das, was bisher schon im Umgriff des Schlosses durch den Förderverein Schloss hergerichtet oder neu errichtet worden ist, wie die Remise oder den Backofen.

Bürgermeister Schötz informierte danach über die nächsten Schritte nach der durchgeführten Ausschreibung. Insgesamt vier Architekturbüros werden am 21. Juli einem Gremium aus vier Mitgliedern des Marktgemeinderates (Manfred Schötz, Manfred Baumann, Georg Solf, Andreas Zehner), vier Vertretern des Fördervereins Schloss (Willi Groha, Leo Niedermaier, Dietmar Herold, Suse Schmuck), zwei Vertretern der Kirchenverwaltung (Stefan Mai, Karl Helmich) sowie Hans-Christof Haas vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflefe und Quartiersmanagerin Anneke Schilling ihr Konzept vorstellen. Bei diesem Termin, der vom Büro gk-Projektmanagement geleitet wird, wird das Gremium dann auch vor Ort entscheiden, welches Büro den Zuschlag bekommt, sodass zügig mit den nächsten Schritten begonnen werden kann, so Schötz.

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