Poppenhausen

Der Gemeindewald wird aufgeforstet

Ein umfangreiches Umforstungsprogramm für den Gemeindewald stellte Bernd Müller vom Amt für Landwirtschaften und Forsten dem Gemeinderat in dessen jüngster Sitzung vor. Die durch den Klimawandel und den Käferbefall (Buchdruckerkäfer) verursachten Schäden möchte der Experte mit einem Mischwald kompensieren. Dort, wo es möglich ist, soll natürliche Baumverjüngung Buchen- und Eichenwuchs stärken.

Im Poppenhäuser Forst kommen alte und neue Sorten hinzu, etwa die amerikanische Schwarznuss oder Obstgehölze wie der Speierling. Rund 90 000 Euro kostet das Projekt, für die Gemeinde bleibt wegen der guten Fördermöglichkeiten eine Investitionssumme von knapp 4000 Euro übrig.

Unter Vorbehalt, so Katharina Wirsching vom Bauamt, vergab die Gemeinde  vier Gewerke für die Generalsanierung der Werntalhalle. Auf rund 160 000 Euro (brutto)  belief sich das günstigste Angebot für die Abbrucharbeiten, 600 000 Euro muss Poppenhausen für den Rohausbau berappen, der Gerüstbau kostet 75 000 Euro und der Blitzschutz 19 000 Euro. In der Summe, so Ludwig Nätscher, liegen die eingereichten Angebote nicht mal drei Prozent über der Schätzung. Wegen eines technischen Defekts konnten die Tiefbauarbeiten nicht vergeben werden.

Mit einem Elektroauto fahren die Hausmeister der Gemeinde künftig die öffentlichen  Gebäude an. Ein eigener Seniorenbus ist Poppenhausens Kleinprojekt für das Regionalbudget 2021. Die Gemeinde will den Bus für die Einkaufsfahrten der betagten Mitbürger anschaffen. Schon jetzt kurvt ein gesponserter Seniorenbus durch die Straßen der Dörfer. Einen anderen Einsatz des Kleinbusses, etwa für private Fahrten oder Vereine, konnte sich Nätscher nicht vorstellen: Poppenhausen wolle keine Konkurrenz zu Taxi und Co. sein.

Spahn hakt nach

Die vielen An- und Nachfragen von Ratsmitglied Guido Spahn waren einmal mehr Thema in der Sitzung. Spahn wollte die längst verabschiedeten Planungen zu "Kützbergs Neuer Mitte" wieder aufdröseln, das Thema "50 Jahre Großgemeinde" und die damit verknüpften Festlichkeiten (unter anderem Honky Tonk im Dorf) neu diskutieren und auch über eine Entscheidung des Abwasserzweckverbands debattieren.

Bürgermeister Nätscher kritisierte diese Grundhaltung, Entscheidungen, die nach reiflichen Überlegungen, unter Einbeziehung der Bürger und nach ausführlichen Diskussionen gefällt wurden, wieder in Frage zu stellen.

Gemeinderat Ansgar Schätzlein pflichtete dem bei und wünschte sich von seinem Ratskollegen, Forderungen gegen gefallene Entscheidungen künftig zu unterlassen. Spahn berief sich auf demokratische Grundrechte und auf die parlamentarische Gemeindeverfassung. Von den anwesenden Ratsmitgliedern erhielt Spahn keine Unterstützung.

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