Schweinfurt

Der gute Morgen: Frank Jansen und das Dankbarkeitstagebuch

Die Corona-Krise als Herausforderung. In unserer Serie geben Menschen aus der Region positive Impulse für den Tag. Heute: Der Personal-Coach Frank Jansen.
Frank Jansen aus Schweinfurt ist Coach für Persönlichkeitsentwicklung.
Foto: Markus Schäfer | Frank Jansen aus Schweinfurt ist Coach für Persönlichkeitsentwicklung.

Es gibt viele Möglichkeiten, das stets vorhandene Gute im Leben zu sehen und zu spüren. In diesen Tagen ist es besonders heilsam, nach draußen zu gehen. Hier in Mainfranken haben wir das Glück, dass die Natur nie weit weg ist. Wenn wir draußen sind, treffen wir auch andere Menschen.

Mir ist aufgefallen, dass ich zu Corona-Zeiten vielen sehr freundlichen Menschen begegne, öfters als sonst. Ein netter Gruß und ein fröhliches Lächeln wirken heute nochmals wohltuender als in normalen Zeiten. Das tut einem gut, weil Sie ja auch etwas zurückbekommen und Sie tuen auch etwas für Ihre Mitmenschen. Eine Win-Win-Situation sozusagen.

Weiterhin ist es auch überhaupt gut, mal wieder in die Natur zu gehen, vielleicht in den Wald oder an den Main oder wo immer Sie hinmögen. Am besten ohne Smartphone. Zurzeit gibt es weniger Fluglärm, weniger Verkehr und alles scheint geruhsamer zu sein. Und dennoch zeigt sich die Natur in ihrer Lebendigkeit und mit ihrem Vermögen, Sie anzunehmen, wie Sie sind. Dadurch kann ein Gefühl des Verbundenseins und des Aufgenommenseins entstehen, das uns grade jetzt so oft fehlt.

Schauen, riechen, hören, fühlen Sie!

Nehmen Sie sich doch etwas Zeit, um einfach nur still an einem für Sie guten Platz zu sitzen und nehmen Sie wahr, was da ist, im Hier und Jetzt. Schauen, riechen, hören und fühlen Sie. Vielleicht auch schmecken, etwa ein Blatt Bärlauch oder demnächst die ersten Walderdbeeren. Sie werden sicher so manche positive Überraschung erleben, nicht nur im Außen, auch in Ihrem Inneren.

Eine weitere schöne Möglichkeit, das Positive in sich aufzunehmen, ist das Führen eines Dankbarkeitstagebuches. Dazu schreibt man einmal am Tag, entweder abends oder morgens, vielleicht drei Dinge auf, für die man gerade dankbar ist. Keine großen Dinge, vielleicht auch nur der Anruf eines geschätzten Menschen, der wohltuende Spaziergang heute oder auch die beginnende Lockerung der momentanen Einschränkungen. Sie werden sehen, für was Sie alles dankbar sein können und wie sich dieses Gefühl stabilisiert.

Durch all das können seelische Widerstandskräfte aufgebaut, belastende Gefühle verringert oder schwierige Situation besser bewältigt werden. Wenn wir uns gelassen, resilient und gesund fühlen, können wir mit Allem um uns herum besser umgehen. Auch mit der momentanen Krise.

Frank Jansen (56) ist Coach und Trainer für Persönlichkeitsentwicklung, Resilienz und Burn-Out-Prävention in Schweinfurt. Dieser Beitrag gehört zur Main-Post-Serie "Der gute Morgen", in der in Zeiten der Corona-Krise Menschen aus Franken ihre positiven Gedanken aufschreiben und mit unseren Leserinnen und Lesern teilen.

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