Gerolzhofen

„Der Sturm“ Shakespeares fegte durch die Aula

Liebe auf den ersten Blick: Ferdinand (Jana Ruß, 8c) verliebt sich in die ohnmächtige Miranda (Elisabeth Weigel, 8d).
Foto: Martin Reisinger | Liebe auf den ersten Blick: Ferdinand (Jana Ruß, 8c) verliebt sich in die ohnmächtige Miranda (Elisabeth Weigel, 8d).

Spritzig, pfiffig, wortgewandt, spannungs- und energiegeladen - so fegte „Der Sturm“ Shakespeares in einer Neubearbeitung von Michael Assies am Schuljahresende durch die Aula des Gymnasiums Gerolzhofen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Antonio setzt aus Missgunst seinen Bruder Prospero, den Herzog von Mailand, samt seiner dreijährigen Tochter in einem kleinen Boot aus, um selbst an die Macht zu kommen. Die beiden überleben und stranden auf einer kleinen, menschenleeren Insel.

Zwölf Jahre später: Prospero tyrannisiert die einzigen beiden Bewohner des Eilandes. Ihm dienen - freiwillig - der Luftgeist Ariel, den er einst aus der Gefangenschaft befreit hat, und - unfreiwillig - Caliban - halb Mensch, halb Tier.

Eines Tages nähert sich ein Schiff der Insel, auf dem Prospero neben anderen seinen Bruder Antonio wiedererkennt. Rachsüchtig lässt er einen Sturm aufkommen, das Schiff zerschellt an den Klippen, die Schiffbrüchigen retten sich auf die Insel, werden voneinander getrennt.

Irrungen und Wirrungen in shakespearscher Manier nehmen ihren Lauf: Miranda verliebt sich in Ferdinand, den Sohn Alonsos, der wiederum mit Antonio verbündet ist. Antonio und Sebastian planen aus Machtgier einen Anschlag auf Alonso. Caliban wittert seinerseits seine Chance, mit Hilfe der total betrunkenen Schiffbrüchigen Trinkulo und Stephano Prospero zu töten und wieder an die Macht zu kommen.

Doch statt Blutvergießen gibt es dank der Vermittlung Ariels Versöhnung zwischen den Brüdern, den Segen für das Liebespaar und eine Chance für den tobenden, schreienden Caliban, in die Welt der Zivilisation mitzukommen und endlich ein guter Mensch zu werden.

Soweit der Plot, der allein schon genug Zündstoff bietet. Richtig Zunder verliehen der Handlung aber die Schauspieler, die allen emotionalen Facetten, von Sanftmut und Sehnsucht nach Frieden bis hin zu Wut, Hass, Herrsch- und Rachsucht, wort- und bewegungsgewaltig Ausdruck verliehen. Sie verkörperten ihre Rollen souverän und auf einem hohen Niveau. Die deutlich spürbare Spielfreude verlieh der Aufführung eine besondere Note.

Für eine temporeiche und tolle Ensemble-Leistung gab es am Ende viel Applaus sowie herzliche Worte des Dankes und einen sommerlichen Blumenstrauß des Außenstellenleiters des FLSH Schloss Gaibach, Joachim Müller, an die Regisseurin Betina Karches.

Die Darsteller - Erzählerin: Mirjam Wehner (10d); Prospero, Herzog von Mailand: Max Angler (9d); Miranda, dessen Tochter: Elisabeth Weigel (8d); Ariel, der Luftgeist: Amelie Bauer (8c); Caliban, halb Mensch, halb Tier: Betty Beyer (10c); Antonio, Bruder Prosperos: Mirjam Werner (10d); Alonso, Verbündeter Antonios: Adrian Sternecker (9d); Ferdinand, dessen Sohn: Jana Ruß (8c); Sebastian, Alonsos Bruder: Shirin Malaney (8c); Trinkulo, Narr des Königs: Sebastian Hawelka (8d); Stephano, Koch des Königs: Vanessa Bujupi (8d). Licht und Ton: Elias Schmiedet (8c), Florian Wahler (9d); Regie/Kostüme/Musik: Betina Karches.

Stecken unter einer Decke gegen den Tyrannen Prospero: (von links) Stephano (Vanessa Bujupi, 8d), Caliban (Betty Beyer, 10c) und Trinkulo (Sebastian Hawelka, 8d).
Foto: Martin Reisinger | Stecken unter einer Decke gegen den Tyrannen Prospero: (von links) Stephano (Vanessa Bujupi, 8d), Caliban (Betty Beyer, 10c) und Trinkulo (Sebastian Hawelka, 8d).
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