Gerolzhofen

Die Angst vor Hunden ist gewichen

Ohne Angst gingen die Kinder am Ende auf Nikita, der Huski-Mischung, zu. Das war das erfreuliche Ergebnis des Ferienspaßnachmittags beim Hundeverein Gerolzhofen.
Foto: Karin Sauer | Ohne Angst gingen die Kinder am Ende auf Nikita, der Huski-Mischung, zu. Das war das erfreuliche Ergebnis des Ferienspaßnachmittags beim Hundeverein Gerolzhofen.

"Mein Gott, ist der süß. Schau doch mal, wie treuherzig er uns mit seinen dunklen Augen anschaut und wie wuschelig sein Fell ist. Komm, lass uns den doch mal streicheln, der tut uns ganz bestimmt nichts." Doch darf man das?

Diese Frage stellte Sonja Fischer-Seitz den anwesenden Kinder des Ferienspaßes, die auf die Anlage des Hundesportvereins Gerolzhofen gekommen waren, um eventuell vorhandene Ängste vor Hunden zu verlieren. Nein, das darf man auf keinen Fall, weiß Nils zu berichten. Ihm kann man nichts mehr vormachen, er ist schließlich schon das vierte Mal dabei. Nachdem er fleißig mitgeholfen hat, die 21 Buben und Mädchen mit Getränken zu versorgen, kann’s losgehen.

Die meisten Kinder haben selbst keinen Hund. Ganz im Gegenteil: Sie stehen Hunden kritisch, ja sogar ängstlich gegenüber. Dies soll sich ändern, meint Sonja Fischer-Seitz. Deshalb klärt sie die Anwesenden erst einmal über Gepflogenheiten der Tiere und über den Umgang mit ihnen auf. Auf keinen Fall einen fremden Hund streicheln, sondern erst einmal Frauchen oder Herrchen fragen. Beim Berühren auch darauf achten, nicht zu stürmisch vorzugehen und vor allem dem Hund nicht direkt in die Augen schauen, er sieht das als Bedrohung an. Auch soll man sich nicht über den Hund beugen oder gar auf dem Kopf rubbeln. Schließlich mag man das als Mensch ja auch nicht, so die Hundetrainerin.

Aufmerksam hörten die Kinder und auch 'Aksa' zu, was Kirstin von Falkenstein zu erzählen hatte.
Foto: Karin Sauer | Aufmerksam hörten die Kinder und auch "Aksa" zu, was Kirstin von Falkenstein zu erzählen hatte.

Sie gab noch weitere Verhaltungsmaßregeln, damit die Begegnung Mensch-Tier friedlich verläuft. Gar nicht geht, sich dem Hund beim Fressen zu nähern oder es ihm gar wegzunehmen, genauso wenig ihm beim Schlafen zu stören oder am Schwanz zu ziehen, was ihm ganz schön weh tut und man ihn dadurch verletzen kann. Und was ist, wenn man beim Spazierengehen oder Joggen einem fremden Hund gegenübersteht? Oberstes Gebot: ruhig bleiben und auf keinen Fall wegrennen, denn das Tier rennt schneller als der Mensch.

Genug der Theorie, jetzt ging es ab ins Freie zu den Hunden. Als erstes durfte jedes Kind seinen Händeabdruck auf ein Papier bringen und dazu einen Pfotenabdruck. Labradorhündin Aksa hatte zwar nach einiger Zeit die Schnauze voll, aber die kleine Merle hielt geduldig aus bis zum Schluss. Beim anschließenden Staffellauf ging es darum, erst mit einem Holzstückchen auf einem Löffel zum wartenden Hund zu laufen, ihn mit zurückzunehmen und den nächsten  Läufer abzuklatschen. Natürlich lief das Frauchen oder Herrchen immer mit, aber die Kinder kamen so in näheren Kontakt mit dem Tier. Und sie erfuhren, dass es gar nicht so einfach ist, dass der Hund schön brav an der Seite läuft.

Als nächstes erfuhren die Teilnehmer dann, was Gebrauchshundesport und Turnierhundesport ist. Zusammen hüpften Kind, Hund und Besitzer über kleine Hindernisse, versuchten auf gleicher Höhe mit Aska, Merle, Baimon Carlo oder Nikita rund um den Platz zu laufen. Alle zusammen hatten einen Mords Spaß dabei und die Angst vor Hunden wurde vergessen.

Abschließend saß man dann noch gemütlich beieinander - die Kinder mit Brötchen und Wienerle, die Tiere mit einem feinen Leckerli - und ließ den lehrreichen und pädagogisch sehr wertvollen Nachmittag gemütlich ausklingen. Verantwortlich für die Durchführung waren Kirstin von Falkenstein, Sonja Fischer-Seitz, Walter und Maria Kamm und fleißige Mitglieder des Hundevereins. 

Wer wohl schneller ist?
Foto: Karin Sauer | Wer wohl schneller ist?
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