Schallfeld

Die Wallfahrer beteten um Regen

26 Schallfelder auf dem Weg nach Frankenwinheim anlässlich der Markusprozession.
Foto: Lothar Riedel | 26 Schallfelder auf dem Weg nach Frankenwinheim anlässlich der Markusprozession.

Eine Bauernregel, die dem Evangelisten Markus an seinem Namenstag zugeschrieben wird heißt: "Ist's jetzt um den Markus warm, friert man drauf bis in den Darm." "Kälte ohne Frost wäre nicht schlimm, aber die andauernde Trockenheit macht sich nicht nur in den Gärten, sondern auch auf den Feldern zunehmend bemerkbar", stellt der Pilger und Landwirt Helmut Fackelmann fest. Bei sommerlicher Temperatur von 26 Grad Celsius wallten um 18 Uhr 26 Gläubige aus Schallfeld, 37 aus Lülsfeld und etwa je 25 aus Brünnstadt und Gerolzhofen Richtung Frankenwinheim. Dort wurde der jährliche Gottesdienst zu Ehren des Hl. Markus gefeiert. Insbesondere wegen der anhaltenden Trockenheit beteten die Wallfahrer um Regen, damit die Feld- und Gartenfrüchte gedeihen.

Die Markusprozession bildet den Beginn der Bittprozessionen bei der auch der Wettersegen gespendet wird. Von den heidnischen Römern wurde das Brauchtum der Stadtprozession vom Abendland übernommen. Der Tag fiel auf den Gedenktag des Hl. Markus. Ein Hauptanliegen des Schallfelder Vorbeters und Wallfahrtsorganisators Walter Lösch betraf die "Bewahrung der Schöpfung". Auch die Arbeit für alle, Brot für die Welt, Ehrfurcht vor dem menschlichen Leben und Frieden sowie den Klimawandel sprach er in den Gebeten an. An dem von Vikar Kai Söder und Diakon Albert Hein zelebrierten Gottesdienst um 19 Uhr mit 130 Personen nahmen auch einige Frankenwinheimer teil. Vikar Söder ging in seiner Predigt auf das abnehmende Vertrauen in die Kirche und das zu verurteilende Versagen der Institution ein. Er stellte die Frage "Was denn die Kirche und deren Auftrag sei?" Im Anschluss an den Gottesdienst stärkten sich die Wallleut‘ im nebenanliegenden Begegnungszentrum mit einer gut organisierten Brotzeit.

Auf dem Rückweg reduzierte sich die Schallfelder Gruppe auf 14 Personen. Ältester Teilnehmer war der 71-jährige Erwin Fackelmann, der den Lautsprecher trug und jüngste Wallfahrerin die 8-jährige Alessia Lösch. Vier Blasmusiker unter der Leitung von Steffi Schanz gaben auf dem Hinweg und drei auf dem Rückweg bei den Lob- und Bittliedern den Ton an.

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Schweinfurt und erhalten Sie zweimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Themen & Autoren / Autorinnen
Schallfeld
Lothar Riedel
Diakone
Evangelisten
Gläubige
Heidentum
Kälte und Frost
Pilger
Regen
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!