Euerbach

Digitale Aufrüstung der Grundschule

Mit großen Schritten schreitet die Digitalisierung in der Euerbacher Grundschule voran. Fünf staatliche Förderprogramme hat die Gemeinde als Schulaufwandsträger aktuell dafür in Anspruch genommen und fast 60 000 Euro investiert. Wermutstropfen dabei: Längst bestellte IPads als Leihgeräte für Schüler können nicht geliefert werden.

In der Gemeinderatssitzung gab der IT-Beauftragte der Gemeinde, Kai Wiener, den Räten einen Überblick über die Programme und die Anschaffungen. Bereits vor zwei Jahren hatte die Gemeinde beim sogenannten Digitalpakt I vier Beamer und vier Dokumentenkameras besorgt, also moderne Overheadprojekten, mit denen auch nichttransparente Dokumente wie Buch- und Heftseiten oder Arbeitsblätter an die Wand projiziert werden können.

Beim jetzigen Digitalpakt II – "Förderprogramm Digitale Bildungsinfrastruktur" – hat die Gemeinde 39 000 Euro bewilligt bekommen, einen Fördersatz von 90 Prozent. Davon wurde ein Wlan-Konzept für das ganze Schulgebäude erstellt und umgesetzt. Bis in zwei Wochen, zur nächsten Gemeinderatssitzung in der Schulturnhalle, werde das WLAN verfügbar sein, so Wiener.

Zudem wurden aus diesem Programm auch Beamer für die zusätzlichen Klassenzimmer und die Offene Ganztagsschule sowie weitere Dokumentenkameras bestellt. Geplant ist noch die Anschaffung von zwei IPad-Wagen und zehn IPads.

Aus einem weiteren bayerischen Programm zur "Förderung von Investitionskosten für technische Maßnahmen zum infektionsschutzgerechten Lüften in Schulen (FILS-R)" besorgte die Gemeinde für jedes Klassenzimmer einen CO2-Sensor. Die maximale Förderhöhe von 700 Euro wurde ausgeschöpft, erklärte Wiener.

Mit 100-prozentiger Förderung ist das Sonderbudget Leihgeräte für Schüler ausgestattet. Davon bestellte die Gemeinde sofort nach Bekanntgabe Anfang Dezember zehn IPads und in der Erhöhungsrunde vier weitere. Aber es gebe aktuell noch keinen Liefertermin für die Tablet-PCs, informierte der IT-Beauftragte, der Markt sei leer.

5000 Euro-Sonderbudget gibt es für Lehrer-Laptops, das reiche für vier Geräte plus Zubehör und vorgeschriebenes Garantieverlangen. Die Gemeinde habe aber für jeden der sechs Grundschullehrer einen Laptop bestellt. Aktuell sehe es auch hier nach einer Erhöhungsrunde aus, so dass die Geräte dann zu 100 Prozent gefördert würden.

Insgesamt belaufe sich die Fördersumme der fünf Programme auf 52 000 Euro. Mit der weiteren Planung gebe die Gemeinde rund 59 000 Euro aus. "Wir haben alles, was möglich ist, genutzt, um unsere Grundschule gut aufzurüsten", sagte Bürgermeisterin Simone Seufert. Das erfolge in Absprache mit der Schulleitung und den Lehrern.

Auf Nachfrage von Andrea Lettowsky nach dem Einsatz der Schüler-Leihgeräte informierte Seufert, dass diese noch nicht vorhanden seien. Nach Auskunft der Schule erhalten die Kinder derzeit ihre Arbeiten in Papierformat, zusätzlich zu Video-Konferenzen. Die drei privat gesponserten Laptops werden in der Notbetreuung eingesetzt.

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