Dittelbrunn

Dittelbrunn will weiter Schulden abbauen

"Vorsichtig und konservativ": So beschreibt die Finanzverwaltung den Haushalt 2020, der in einer eigenen Sitzung im Marienbachzentrum verabschiedet worden ist. Kämmerin Jessica Kneyer hatte eine detaillierte PowerPoint-Präsentation für den neunköpfigen Gemeinderat (im Finanzausschuss-Modus) dabei.

Mit deutlichen Auswirkungen der Coronakrise auf kommunaler Ebene wird erst im nächsten Jahr gerechnet. Bei der Gewerbesteuer geht Kneyer von einem  Einnahmensschwund schon 2020 aus, bei der Einkommenssteuer-Beteiligung und den Schlüsselzuweisungen erst für 2021 und 2022. Wurden im vergangenen Jahr noch über 830 000 Euro an Gewerbesteuer eingenommen, stehen nun 500 000 Euro im Plan.

Hohe Personalkosten

Auch die Gebühren-Einkünfte werden wohl zurückgehen. Hoch bleiben die Personalkosten mit 5,2 Millionen Euro, an Kreisumlage werden 2,85 Millionen Euro fällig.  

Ansonsten wirkt das Bild wenig dramatisch, dank guter finanzieller Ausgangssituation: Im Verwaltungshaushalt liegen rund 17,3 Millionen Euro, was sich nur unwesentlich vom Ergebnis 2019 unterscheidet. 1,21 Millionen Euro sollen dem Vermögens- aus dem Verwaltungshaushalt zugeführt werden.

Der Vermögenshaushalt ist bei 7,1 Millionen Euro angesetzt: etwas niedriger als 2019, als er 7,8 Millionen Euro umfasst hat. Im Bereich Schuldensenkung ist der Trend sogar positiv, mit fortlaufenden Einsparungen bei den Zinsausgaben. Lagen die  Verbindlichkeiten im Jahr 2015 noch bei 6,2 Millionen Euro (eine Pro-Kopf-Verschuldung von 866 Euro), wurden die Ausstände kontinuierlich abgebaut, auf derzeit 4,3 Millionen Euro. Diese Zahl soll bis zum Jahresende auf 3,8 Millionen Euro sinken, womit jeder Dittelbrunner rechnerisch mit 515 Euro in der Kreide steht, bei einem Landesdurchschnitt von 663 Euro. Bis 2023 will die Gemeinde ihre Verbindlichkeiten dann auf 1,8 Millionen Euro senken.

Mehrere Großprojekte

Gleichzeitig sollen einige Großprojekte finanziert werden, wie das Alte Rathaus/Bürgerhaus Dittelbrunn, eine neue Kita für Dittelbrunn, der Hortbau in Hambach, Straßensanierungen, die LED-Umstellung der Straßenbeleuchtung, Sanierungen am MBZ oder die neue Turnhalle in Hambach. Dittelbrunn setzt dabei auf Zuschüsse oder zumindest Einsparungsmöglichkeiten.

Gemeinderat Rainer Patzke fragte nach den 800 000 Euro, die als Einnahme im Haushalt eingeplant sind: durch den Verkauf einer Teilfläche für ein Seniorenheim im künftigen Baugebiet Grund. Verkauft wurde die Fläche noch nicht. Patzke bezweifelt, ob dies 2020 noch möglich ist, die Gemeinde geht bislang davon aus.

Für die Sanierung des "Hauses der Bäuerin" Holzhausen, nach der Jürgen Markert fragte, braucht es für den Zuschussantrag noch eine Kostenschätzung und Planung, bei der Gemeindeverbindungsstraße von Holzhausen nach Maibach muss zunächst die Nachbargemeinde Poppenhausen Flächen erwerben.

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