Waigolshausen

Ehemalige Theilheimer Synagoge soll Wohnhaus werden

Einen Zuschuss in Höhe von maximal 12 000 Euro für die Neuanlage eines Beachvolleyballfeldes hat der Gemeinderat dem TSV Waigolshausen im März in Aussicht gestellt. Die mit 60 000 Euro veranschlagte Anlage mit zwei Plätzen soll auf gemeindlicher Fläche beim Sportplatz gebaut werden. Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung stimmt das Gremium jetzt dem vorgelegten Entwurf für einem Pachtvertrag zu, der die Nutzung der Fläche durch den TSV für 30 Jahre regelt. Außerdem besteht die Option, um weitere 30 Jahre zu verlängern.

Wie es im März hieß, soll der Platz nicht nur dem Trainings- und Spielbetrieb der Volleyballabteilung dienen, sondern der Bevölkerung der ganzen Gemeinde zur Verfügung stehen. Eine genaue Regelung liege in der Zuständigkeit des TSV, sagte Bernd Pfeuffer auf Nachfrage von Jürgen Petz. Eine weitere Nachfrage von Petz galt der Akzeptanz der Nachbarn. Von einer Abklärung durch den TSV ging Bürgermeister Christian Zeißner aus. Auf Einwand von Sonja Schraut wird der Pachtvertrag dahingehend ergänzt, dass nach Ablauf der ursprüngliche Zustand des Grundstücks wiederhergestellt werden muss. Außerdem muss im Falle eines neuen Betreibers eine neue vertragliche Regelung mit der Gemeinde erfolgen.

Ausgetauscht wird auf einstimmigen Beschluss das in schlechtem Zustand befindliche Tor beim Feuerwehrhaus in Theilheim und durch ein größeres Sektionaltor ersetzt. Im Zuge des Austausches wird die Durchfahrtsbreite um 1,5 Meter erweitert, um die Ein- und Ausfahrt von zwei Fahrzeugen zu ermöglichen. Dies macht auch den Einbau eines neuen Sturzes erforderlich. Da die Feuerwehr die Arbeiten in Eigenleistung erledigen will, muss die Gemeinde nur die Materialkosten von 14 000 Euro übernehmen. Darin enthalten ist auch die Anschaffung eines Lagercontainer mit zehn Quadratmeter Grundfläche.

Die in der Vergangenheit als Lagerhalle genutzt ehemalige Synagoge in Theilheim soll zu einem Zweifamilienwohnhaus umgebaut werden. Einem Antrag auf Nutzungsänderung und Umbau des in Privatbesitz befindlichen denkmalgeschützten Gebäudes erteilte der Gemeinderat das gemeindliche Einvernehmen. Auf Nachfrage stellte der Bürgermeister fest, dass neben dem Landratsamt als Genehmigungsbehörde auch der Denkmalschutz beteiligt sei.

Beantragt hatte der Bauherr für das Vorhaben auch eine Förderung im Rahmen des gemeindlichen Programms zur Revitalisierung der Ortsteile. Eine solche stellte der Gemeinderat vorbehaltliche einer nachträglichen Prüfung der Voraussetzungen in Aussicht. Ein weiterer Antrag auf Nutzungsänderung betraf einen ehemaligen Stall beim Kreuzgraben in Theilheim, der zum Wohnhaus umgebaut werden soll. Auch diesem Vorhaben erteilte der Rat das gemeindliche Einvernehmen.

Nicht durch den Landrat sondern ausnahmsweise durch Bürgermeister Zeißner wurde als neuer "Siebener" der Ortsgruppe Theilheim Werner Keß bei der Gemeinderatssitzung vereidigt. Nachdem coronabedingt das diesjährige Siebenerfest nicht statt findet, hatte das Landratsamt die Möglichkeit zu einer Vereidigung in dieser Form gegeben.

Bekannt gab der Bürgermeister die Vergabe der Straßenbauarbeiten beim "Nordring" in Waigolshausen an die Strabag AG aus Schwarzach. Der Beschluss war in nichtöffentlicher Sitzung gefasst worden, Kosten wurden keine genannt. Die Bauarbeiten sollen im September starten und im Mai 2021 abgeschlossen sein.

Nicht betroffen als Nachbargemeinde sieht sich Waigolshausen von den geplanten Baugebieten "Alter Sportplatz – Jahnpark" in der Gemeinde Bergrheinfeld sowie "Röthen Nord 2" in Schwanfeld. Auf Stellungnahmen im Rahmen der laufenden Bebauungsplanverfahren wurde deshalb verzichtet.

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